Alexandre Dumas erzählt die Geschichte von Delacroix

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Buchprofile - Rezension
Alexandre Dumas Erinnerungen an seinen Freund Eugène Delacroix, kongenial nacherzählt und bebildert.
Im Jahr 1824 lernen sich Dumas und Delacroix kennen. Vor dem Gemälde "Szenen der Massaker von Chios" entspinnt sich sofort eine Debatte über seine Bedeutung. Der Schriftsteller und der Maler bleiben einander bis zu Delacroix Tod verbunden. Dumas verfasste einen Text über seinen Freund, der hier in einer Adaption als Graphic Novel vorliegt. Dieses umfangreiche Buch bietet vielerlei: es fasst Delacroix Biografie, es enthält zahlreiche erinnerte Anekdoten, es verfolgt seine künstlerischen Stationen und bietet nichts weniger als eine Kunstgeschichte Frankreichs im 19. Jh. Besonders die Institution des "Salons", aber auch die mächtigen Kunstkritiker, Sammler und Förderer wie auch die Malerkollegen, kurz, der gesamte Kunstbetrieb werden als ein Raum beschrieben, in dem Konservatismus und Innovation so aufeinanderprallen, das so mancher Künstler davon zerrieben wird. In den Erinnerungen Dumas wird dieses Klima sehr pointiert und nonchalant beschrieben. Die Charakterisierung Delacroix als hochsensible, genialische Künstlerseele gelingt trefflich. Man liest diesen ausführlichen Bericht als handschriftlichen Fließtext, in den zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle der Comic-Künstlerin eingestreut sind. Teils als Cartoons mit Sprechblasen, teils als großformatige Szenen mit karikiertem Personal, bieten die Bilder eine bissig-humoristische Interpretation des Geschehens. Doch über allem stehen die aquarellierten Adaptionen der Gemälde Delacroix. Hier zeigt sich das große Können der Künstlerin, der es gelingt, die Kraft, die Dynamik und die Dramatik des "französischen Rubens" aufs Papier zu setzen. Es sind mitunter sehr freie, "neuzeitliche" Zugriffe, die seine Malerei nie nur als Zitat verwenden, sondern zu ihrem Kern dringen. Allein schon diese ausdrucksstarken Übersetzungen sorgen für einen ästhetischen Hochgenuss!
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Artikelbeschreibung

Dumas und Delacroix

Bekannt ist Eugène Delacroix hier vor allem als Schöpfer des berühmten Gemäldes »Die Freiheit führt das Volk«. Diese Graphic Novel lädt Leser*innen dazu ein, noch viel mehr über das faszinierende Leben und Werk des Künstlers zu entdecken. 1864, ein Jahr nach dem Tod von Eugène Delacroix, erzählt Alexandre Dumas, bekannt durch »Die drei Musketiere« oder »Der Graf von Monte Christo«, von den Erinnerungen, die seine Freundschaft mit dem großen Maler geprägt haben. Von einer Anekdote zur nächsten offenbart sich das Temperament Delacroix', ein Porträt der damaligen Zeit entsteht, in der Kunstwerke Gegenstand heftiger Debatten, intensiver Bewunderung und unwiderruflicher Ablehnung sind. 

Mit Humor und Leidenschaft beteiligt sich Catherine Meurisse an dieser Hommage und bietet eine ganz persönliche Adaption. In der ersten Auflage enthält jedes Buch zusätzlich einen hochwertigen Kunstdruck.

  • Von der Zeichnerin des Bestsellers Die Leichtigkeit
  • Mit exklusivem Kunstdruck in der Erstauflage
  • Humorvolle Hommage an Delacroix und Dumas

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Produktsicherheit

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Personeninformation

Catherine Meurisse studierte Französisch und Literatur in Poitiers und anschließend Illustration - zunächst an der Estielle Schule in Paris und später an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs. Seit 2001 arbeitete sie für das Satiremagazin "Charlie Hebdo", wo sie von 2005 bis zum Attentat 2015 Teil der Redaktion war. Sie veröffentlichte Karikaturen und Zeichnungen in Le Nouvel Observateur, Libération und weiteren Zeitschriften und illustrierte Kinderbücher. Daneben veröffentlichte sie zahlreiche Comics für Kinder und Erwachsene. Im Januar 2020 wurde sie als allererste Comiczeichnerin in die Académie des Beaux-Arts Sektion Malerei gewählt, wo sie aktuell auch das einzige weibliche Mitglied ist.

Alexandre Dumas (1802-1870) war ein französischer Schriftsteller, der erste Berühmtheit durch sein Theaterstück Heinrich III. und sein Hof erlangte. Heute bringt man ihn besonders mit seinen Werken Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo in Verbindung. Kaum bekannt ist, dass Dumas aufgrund seiner kreolischen Herkunft zeitlebens diskriminiert wurde. In seinem Roman Georges nahm er Stellung gegen Rassismus und Kolonialismus.

Lilian Pithan, geboren 1986, studierte Komparatistik, Romanistik und Anglistik in Tübingen und Paris. Seit 2013 arbeitet sie als Übersetzerin mit Schwerpunkt grafische Literatur und verleiht u. a. Luz, Camille Jourdy und Hervé Tanquerelle ihre deutsche Stimme. Daneben kuratiert sie Ausstellungen für den Internationalen Comic-Salon Erlangen.

Pressestimmen

"[...] ebenso kunstfertig wie gewitzt" Falk Straub ALFONZ - Der Comicreporter 20261001
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