Eingesperrt und ausgegrenzt

Armut, Ausbeutung und Rassismus - eine andere Geschichte der Medizin | Wie Diskriminierung die Verbreitung von Infektionskrankheiten beeinflusst
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Artikelbeschreibung

Warum Krankheiten, Seuchen und Pandemien nicht alle gleich treffen - eine Reise durch die Weltgeschichte 

AIDS, Cholera, die Spanische Grippe - die Folgen von Epidemien werden auch durch menschliches Handeln bestimmt. Nicht weiße Menschen sind schwerer von solchen Ereignissen betroffen und haben ein höheres Sterberisiko. Kolonialismus, Ausgrenzung und Rassismus potenzieren Krankheitsausbrüche und vergrößern das Leid. Diese fatalen Unterschiede zeigt Edna Bonhomme in ihrem Buch, in dem sie eine spannende Reise durch die Zeit der Krankheiten und Seuchen unternimmt: vom Ausbruch der Cholera auf einer Plantage in den 1830er-Jahren über die Verbreitung der Malaria im Zuge des Vietnam-Kriegs, die Rolle von Tuberkulose in New Yorker Gefängnissen bis zu den jüngsten Folgen der Covid-Pandemie. Ihre erschütternde Analyse zeigt: Krankheiten haben schon immer mit politischen Voraussetzungen interagiert - nicht immer zum Wohle der Menschen.

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Personeninformation

Edna Bonhomme ist Wissenschaftshistorikerin, Journalistin und schreibt über Kultur. Sie promovierte in Geschichte an der Princeton University und hat einen Bachelor-Abschluss in Biologie und einen Master-Abschluss in Public Health. Edna Bonhomme erhielt Preise und Stipendien vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, der Robert Silvers Foundation und der Andy Warhol Foundation. Ihre Artikel sind in The Atlantic, Frieze, London Review of Books und The Nation erschienen. Sie ist Mitherausgeberin von After Sex, einer literarischen Anthologie über Abtreibung und reproduktive Gerechtigkeit. Mit ihrem ersten Buch "Eingesperrt und ausgegrenzt" ist sie Finalistin für den Nona Balakian Award des National Book Critics Circle (USA). Zudem wurde das Buch für den "Best Science Book Award 2025" in Österreich nominiert. Seit 2017 lebt Bonhomme in Berlin.

Anna von Rath lebt in Berlin, wo sie als freie Übersetzerin, Autorin und Diversity Trainerin arbeitet. Bei ihrer vielseitigen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Literatur, Forschung und politischer Bildung liegt ihr Fokus auf Postkolonialismus, Intersektionalität und diskriminierungskritischer Sprache. Zusammen mit Lucy Gasser hat sie 2019 das bilinguale online-Magazin pocolit.com gegründet. 2021 riefen die beiden promovierten Literaturwissenschaftlerinnen die Übersetzungs-App machtsprache.de ins Leben. Für ihre Arbeit wurden sie 2022 mit dem Deep Tech Award und als Kultur- und Kreativpilotinnen ausgezeichnet. 

Pressestimmen

«...ihre scharfe Revision der rassistisch und klassistisch geprägten Seuchenbekämpfung verdient Aufmerksamkeit.» Ulrike Baureithel Der Tagesspiegel 20250711
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