Briefwechsel mit den Leipziger Freunden. 1955-1984, 5 Teile

Werke. Rostocker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe. Dritte Abteilung. Briefe (5 Teilbände)
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Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant: 12.05.2027

Artikelbeschreibung

Während seines Studiums in Leipzig fand Uwe Johnson einen Freundeskreis, den er noch 1980 als »seltenes lebensgeschichtliches Geschenk« bezeichnete. Von 1955 bis zu seinem Tod 1984 wurden in diesem Kreis allein mit Johnson knapp 1.300 Briefe gewechselt, von denen bisher nur wenige veröffentlicht waren. Sie werden hier erstmals in einer vollständigen, umfangreich kommentierten Edition vorgelegt.
Während Johnson und der Sprachwissenschaftler Klaus Baumgärtner der DDR den Rücken kehrten, blieben der Sprachwissenschaftler Manfred Bierwisch, der Musikwissenschaftler Eberhardt Klemm und der Kunsthistoriker Joachim Menzhausen und wurden - ebenso wie ihre Freunde im Westen - zu Koryphäen ihrer Fächer. Sie alle kommen hier zu Wort und tauschen sich über ihre beruflichen Belange und die politischen Zeitläufte ebenso aus wie über ihre Freundschaft, ihre Reise- und Lektüreerlebnisse, ihr Leben.

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Personeninformation

Uwe Johnson wurde am 20. Juli 1934 in Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren und starb am 22. oder 23. Februar 1984 in Sheerness-on-Sea. 1945 floh er mit seiner Mutter und seiner Schwester zunächst nach Recknitz, dann nach Güstrow in Mecklenburg. Sein Vater wurde von der Roten Armee interniert und 1948 für tot erklärt. 1953 schrieb er sich an der Universität Leipzig als Germanistikstudent ein und legte sein Diplom über Ernst Barlachs Der gestohlene Mond ab. Bereits während des Studiums begann er mit der Niederschrift des Romans Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953. Er bot ihn 1956 verschiedenen Verlagen der DDR an, die eine Publikation ablehnten. 1957 lehnte auch Peter Suhrkamp die Veröffentlichung ab. Der Roman wurde erst nach dem Tode von Uwe Johnson veröffentlicht. Der erste veröffentlichte Roman von Uwe Johnson ist Mutmassungen über Jakob. Von 1966 - 1968 lebte Uwe Johnson in New York. Das erste Jahr dort arbeitete er als Schulbuch-Lektor, das zweite wurde durch ein Stipendium finanziert. Am 29. Januar 1968 schrieb er in New York die ersten Zeilen der Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl nieder. Deren erste 'Lieferung' erschien 1970. Die Teile zwei und drei schlossen sich 1971 und 1973 an. 1974 zog Uwe Johnson nach Sheerness-on Sea in der englischen Grafschaft Kent an der Themsemündung. Dort begann er unter einer Schreibblockade zu leiden, weshalb der letzte Teil der Jahrestage erst 1983 erscheinen konnte. 1979 war Uwe Johnson Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Ein Jahr später erschienen seine Vorlesungen unter dem Titel Begleitumstände. Sein Nachlass befindet sich im Uwe Johnson-Archiv an der Universität Rostock.

Katja Leuchtenberger, geboren 1969, ist Lektorin im Akademie Verlag, Berlin und hat zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin die erste Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar kuratiert. Sie promovierte mit einer Arbeit über Uwe Johnson, ist Gründungsmitglied und Mitglied im erweiterten Vorstand der Uwe Johnson-Gesellschaft, Mitherausgeberin des Johnson-Jahrbuchs und stellvertretende Leiterin der Arbeitsstelle Uwe-Johnson-Werkausgabe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock.

Manfred Bierwisch, geboren 1930 in Halle/Saale, studierte Germanistik in Leipzig. Er war Mitarbeiter des Zentralinstituts für Sprachwissenschaft und Leiter der Forschungsgruppe Kognitive Linguistik. Ab 1993 war Manfred Bierwisch Professor für Linguistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Sprachwissenschaftler. Manfred Bierwisch lebt in Berlin.

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