
Artikelbeschreibung
Ein Baum wird lesbar: Durs Grünbeins große Erkundung der Pinie
Mit Kritik der Pinie legt Durs Grünbein ein ebenso ungewöhnliches wie sinnliches Buch vor: eine literarische Reise zu einem Baum, der weit mehr ist als ein vertrautes Bild des Südens. Die Pinie steht hier am Straßenrand, in Landschaften, Mythen und Erinnerungen, in der Kunst und in der Geschichte. Sie wird zum Zeichen, zum Gegenüber, zum stillen Zeugen - und schließlich zu einer eigenen, widerständigen Stimme.
Gedichte, Prosa, Fotografien und Bildfunde verbinden sich zu einem vielschichtigen Dossier, das den Blick schärft: auf den Mittelmeerraum, auf Natur und Kultur, auf Schönheit, Vergänglichkeit und die Kraft der Anschauung. Entstanden ist kein botanisches Buch und keine akademische Abhandlung, sondern ein hellwaches, bildstarkes und überraschend lebendiges Werk über einen Baum, der plötzlich eine ganze Welt um sich versammelt.
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Personeninformation
Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er ist einer der bedeutendsten und auch international wirkmächtigsten deutschen Dichter und Essayisten. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er eine Vielzahl von Preisen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den polnischen Zbigniew Herbert International Literary Award sowie den Premio Internazionale NordSud der Fondazione Pescarabruzzo. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin und Rom.