Der andere Name

Heptalogie I - II
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Buchprofile - Rezension
Großartige, langsame Prosa über Kunst, Glaube, Liebe und Freundschaft.
Der alternde Maler Asle lebt abgeschieden am norwegischen Hardangerfjord. Asle und sein Nachbar Åsleik, ein Bauer und Fischer, sind grundverschieden, aber die beiden vereinsamten Männer unterstützen sich gegenseitig und leisten sich Gesellschaft. Asle ist zum Katholizismus konvertiert und pflegt durch seine Gebete ein inniges Verhältnis zu Gott. Mit seinen besten Bildern gelingt es ihm, ein besonderes Leuchten, vielleicht sogar das Licht Gottes, weiterzugeben. Die eigentliche Handlung besteht darin, dass der Künstler mit dem Auto in die nächstgrößere Stadt Bjørgvin fährt, wo sowohl sein Galerist als auch sein schwer alkoholkranker Namensvetter wohnen, der wie ein Spiegelbild Asles wirkt. - Mit "Der andere Name", bestehend aus den ersten zwei Teilen der 7-teiligen "Heptalogie" in drei Bänden, kehrt der überwiegend für seine Dramen berühmte Fosse zur Prosa zurück. Hinter dem Hinweis im Impressum "Die Zeichensetzung in diesem Buch folgt den musikalisch-rhythmischen Besonderheiten der Prosa Jon Fosses" verbirgt sich ein Text ohne Punkt, Absätze und Kapiteleinteilung. Dieses Schriftbild erschwert keineswegs das Lesen, sondern unterstützt den Lesefluss. Jon Fosse gehört zu den großen zeitgenössischen norwegischen Autoren. Verglichen mit dem schonungslosen Realismus von Karl Ove Knausgård ist Fosses Schreibweise unaufgeregt, unaufdringlich und mystisch. Absolut faszinierend ist das Geflecht der Personen um Asle herum wie auch die fließende Grenzen zwischen Gedanken, Rückblicken, Träumen, Dialogen und Erlebnissen. Für anspruchsvolle Leser/-innen sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Der erste Band von Jon Fosses international gefeierter "Heptalogie" - über einen Künstler und verschiedene Arten zu leben, über Liebe, Glauben und das Vergehen der Zeit.Asle, ein Maler, lebt seit dem Tod seiner Frau allein in einem kleinen Ort bei Bjørgvin, einer Stadt an der Südwestküste Norwegens. Er will nicht mehr malen, was er sieht, sondern will bis zu einem Punkt vordringen, der hinter dem Gegenständlichen liegt. In seinem gerade vollendeten Ölgemälde etwa, auf dem sich zwei breite Pinselstriche kreuzen, bringt er ein besonderes Licht zum Vorschein, ein beinahe göttliches Leuchten.
Seine einzigen Freunde sind sein alter Nachbar Åsleik, ein Fischer und Kleinbauer, der Junggeselle ist, sowie Beyer, sein in der Stadt lebender Galerist. Dort lebt auch ein anderer Asle, der ebenfalls Maler, aber dem Alkohol verfallen und sehr einsam ist - zwei Versionen eines Menschen, zwei Versionen eines Lebens. Dass sie einander in der Weihnachtszeit begegnen, ist das Herzstück des Romans.
Vor dem Hintergrund der norwegischen Landschaft, dem Meer, den Fjorden, erzählt Jon Fosse in diesen ersten beiden Teilen seines großen Romanprojekts "Heptalogie" auf eindringliche, geradezu betörende Weise von den existentiellen Fragen des Lebens, von Liebe und Einsamkeit, Leben und Tod, von Licht und Schatten, Glaube und Hoffnungslosigkeit - und vom Wesen der Kunst. 

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Pressestimmen

Fraglos ein Meisterwerk der europäischen Gegenwartsliteratur. Rainer Moritz Chrismon 20191202
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