Du musst das Leben nicht verstehen

Rilkes Tage und Träume
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Artikelbeschreibung

Zum 100. Todestag Rilkes: ein eindringliches Porträt des großen Dichters


Als Rainer Maria Rilke 1926 starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei dem Vorbild Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von einer Ideologie ließ er sich nie vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl auch deshalb vereinte er so viele scheinbare Widersprüche und Aufbrüche seiner Zeit in sich: die Lebensreform, die Religion der Erde, den Spiritismus, die Fortschritts- und Technikkritik, die Kultur der alteuropäischen Aristokratie und das moderne Paris Baudelaires. Rilke fand auf ganz eigenen Wegen Worte und Bilder für den Zusammenhang von Leben und Tod, der sich letztlich - wie er erkannte - dem kalten Verstand entzieht.

Du musst das Leben nicht verstehen: Iris Radisch begleitet Rilke auf seiner Suche - und verfolgt mit, wie er seine Erfahrungen und Erlebnisse in zeitlos schöne Dichtung verwandelt.

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Personeninformation

Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, ist Literaturkritikerin, Redakteurin und Buchautorin. Seit 1990 schreibt sie für die Wochenzeitung Die Zeit, wo sie Literaturchefin war und das Feuilleton leitete. Sie gehörte zum Team der ZDF-Sendung «Das literarische Quartett» und war Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, deren Vorsitz sie fünf Jahre innehatte. 2013 erschien das Buch Camus. Das Ideal der Einfachheit, das viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Ebenfalls bei Rowohlt erschienen Die letzten Dinge. Lebensendgespräche (2015) und Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (2017).

Pressestimmen

Iris Radisch erzählt mit Sympathie, Augenzwinkern und Faszination. Man will immer weiterlesen, Rilke lesen. Philipp Holstein Rheinische Post 20261012
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