Gar ned krank is a ned g'sund

Band 7225
Ein Erste-Hilfe-Lesebuch. Originalausgabe
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Bayern im Buch-Rezension
Hintersinnige Texte und Sketche rund um das Thema Gesundheit.
Wer - wie der Herausgeber - als renommierter Anwalt für Urheber- und Medienrecht bereits seit Jahrzehnten die Erben von Karl Valentin mit großem Erfolg juristisch berät und vertritt, der kennt natürlich in- und auswendig nicht nur all die Facetten des Lebens dieses "Linksdenkers" (Kurt Tucholsky), sondern auch die Sketche, Mono- und Dialoge dieses Münchner Originals und Philosophen unter den Komikern. Dass Karl Valentin aber nicht nur ein genialer Sprachakrobat, ein Filmpionier und Multi-Medien-Künstler, sondern auch ein begnadeter Hypochonder war, der Symptome aller möglichen und unmöglichen Krankheiten in sich verspürte und darunter unsäglich litt, all dem forschte G. Fette im Gesamtwerk des Asthmatikers und Apothekenverächters nach. Ob in den bekannten Szenen "Beim Zahnarzt" und "Beim Arzt", in realen Halluzinationen wie "Pessimistischer Optimismus" oder in einem Brief an eine Arzneimittelfirma ("Seit 20 Jahren bin ich Felsolist", aber "helfen tut es mir nichts"), mit über 30 Valentin-Texten werden in diesem Auswahlbändchen die Obsessionen dieses - nicht immer - eingebildeten Kranken dargelegt. Denn dieser "stärkste Darsteller menschlicher Unzulänglichkeiten (Oskar Maria Graf) war nicht gesund, wenn er sich nicht krank gefühlt hat. Und er bestand beim Arztbesuch darauf, gefälligst auch als Gebrechlicher und bereits Dahinsiechender angesehen zu werden, da er ja schließlich in die Krankenkasse einzahle. Zur Ergänzung der Valentin-Bestände ist diese Sammlung voll skurriler und realer Krankheitsängste des "kauzigen Genies" (so der Regisseur Fritz Kortner) jedenfalls sehr empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Karl Valentin ist nicht nur ein genialer Wortakrobat - er ist auch einer der bedeutendsten deutschen Autoren des Grotesken und Absurden. In seinen besten Monologen und Szenen zum Thema Gesundheit entpuppt er sich überdies als ausgemachter Hypochonder, der ständig vermeintliche Krankheitssymptome und Leiden an sich feststellt und sich dabei in gewohnter Manier selbst parodiert. Ein wunderbar witziges Geschenkbuch für alle Valentin-Fans und solche, die es noch werden wollen.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Karl Valentin, geboren am 4. Juni 1882 in München, hatte nach dem Besuch einer Varietéschule 1908 erste öffentliche Erfolge mit selbstverfassten Monologen und Couplets. 1911 heiratete Valentin die Mutter seiner zwei Töchter, Gisela Royes. Ab 1915 trat er regelmäßig mit seiner Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt in München auf, bald gastierten die beiden in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Während des Krieges trat Valentin nicht mehr öffentlich auf. Am 9. Februar 1948 starb er an einer Lungenentzündung.

Pressestimmen

»So macht das sehr lesenswerte, kurzweilige Buch uns allen Mut, trotz kleiner Unperfektheiten doch g´sund zu sein.« Bild 20110804
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