Das Echo der Moore

Roman | Ein einfühlsamer Roman über Entfremdung und Versöhnung zwischen zwei Schwestern
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Buchprofile - Rezension
Ein feinfühliger Roman über Familie, Liebe und die Sehnsucht dazuzugehören.
Nach 14 Jahren kehrt Theresa Radinger wieder in ihr Heimatdorf Moosbrunn im Bayerischen Wald zurück. Obwohl sie sich auf die neue Stelle im Naturkundemuseum des Ortes freut, in dem sie ihre Forschung und ihre Doktorarbeit über die Renaturierung von heimischen Moorlandschaften abschließen kann, hat sie auch Angst vor der Begegnung mit ihrer Zwillingsschwester Chrissi. Im Streit sind sie auseinandergegangen, denn Resi empfand Chrissi immer als die Unvernünftige, die nach dem frühen Tod des Bruders unnötige Risiken einging und mit allem davonkam. Auch heute scheint Chrissi alles bekommen zu haben, einen guten Ehemann, ein sicheres Zuhause und drei gesunde Kinder, während Theresa jährlich um ihren Job bangen muss und sich nach einem niederschmetternden Gentest für die Sterilisation entschieden hat. Unerwartete Hilfe bekommen die Zwillingsschwestern durch Korbi, Chrissis 15-jährigen Sohn, der sich mit seiner freundlichen, spontanen Art als Brückenbauer erweist, obwohl er selbst sein Coming-Out fürchtet und sich nach Zugehörigkeit sehnt. – Die Geschichte der Zwillingsschwestern ist sehr feinfühlig und tiefgründig erzählt. Obwohl meist aus Theresas Sicht erzählt, kommt Chrissis Gefühlswelt nicht zu kurz und man erfährt in mehreren Rückblicken, wie sehr sie selbst zu kämpfen hatte. Als Spiegelbild für das Erlebte der Schwestern dient das Moor, in dem es nicht nur um das Überleben, sondern auch um Anpassung und Nischen-Arten geht. – Ein wunderbarer, sehr emotionaler Roman.
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Artikelbeschreibung

»Nicole Wellemins Texte sind so klar wie ein Bergsee und so präzise wie ein Scherenschnitt. Was für ein Lesevergnügen!« Martina Bogdahn

Von der Suche nach Versöhnung

Nach vielen Jahren der Abwesenheit zieht Theresa aus der Stadt zurück in ihr kleines Heimatdorf. Der Umzug ist sowohl Neuanfang als auch Kapitulation, ein letzter Versuch, ihre Doktorarbeit über die Moore erfolgreich zu Ende zu bringen. Aber in der Umgebung ihrer Kindheit reißen alte Wunden wieder auf: Hier sind die schmerzlichen Erinnerungen an den Bruch mit ihrer Zwillingsschwester allgegenwärtig. Außerdem hadert Theresa nach wie vor mit einer schwerwiegenden Entscheidung, die sie nach dem frühen Tod ihres Bruders getroffen hat. In den unwirtlichen Mooren ihrer Heimat sucht sie Zuflucht und findet in der zaghaften Freundschaft mit ihrem jugendlichen Neffen neuen Mut. Doch die Konfrontation mit dem Unausgesprochenen hat längst etwas in Theresa losgetreten ...

Eine Schwesterngeschichte über die vielen Schattierungen von Wahrheit, so eindringlich wie Jarka Kubsova und so ergreifend wie Ewald Arenz.

Die Autorin Nicole Wellemin über ihre lebenslange Faszination für einen im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Ort, der in den letzten Jahren einen regelrechten Imagewandel hingelegt hat:

»Moore sind seit jeher Schauplätze gruseliger Geschichten. Als Kind liebte ich diese, heute faszinieren Moore mich noch aus einem anderen Grund: Sie sind unverzichtbar für Klimaschutz und Artenvielfalt. Damit sind sie gleichzeitig lebensfeindlich und lebensbejahend, schön und unheimlich. Und sie konservieren die Vergangenheit, wie die 13.500 Jahre alten Torfschichten im Bayerischen Wald, wo mein Roman spielt. 'Das Echo der Moore' vereint diese Gegensätze und zeigt, wie das Vergangene unsere Gegenwart prägt.«

»Ganz große Erzählkunst, warmherzig, einfühlsam und klug. Eine Geschichte, die zu Herzen geht und eins der besten Bücher, die ich gelesen habe!« Susanne Lieder über »Späte Ernte«

»Ein spannender, einfühlsamer und tiefgründiger Roman über Schuld und Vergebung. Sanft, wütend und ungemein ehrlich.« Julia Fischer über »Späte Ernte«

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Personeninformation

Nicole Wellemin, Jahrgang 1979, absolvierte nach dem Abitur in England das Eastern and Central European Studies Programme an der Karlsuniversität, Prag, und studierte Kommunikation an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing in München. Dreizehn Jahre lang arbeitete sie in der Öffentlichkeitsarbeit einer Unternehmenstochter der Bavaria Film in München, ehe sie sich 2015 ganz dem Schreiben widmete.

Pressestimmen

»Packende Geschichte« Michaela Pelz Süddeutsche Zeitung - Bayern 20250310
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