Die Abrechnung mit dem Faschismus in Italien 1943 bis 1948

Band 38
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Artikelbeschreibung

Lynchjustiz, Volkstribunale, Säuberungswellen - die Abrechnung mit dem Faschismus in Italien war ein unerhört dramatischer Prozess. Sie richtete sich nicht, wie im besetzten Deutschland nach 1945, gegen einen bereits überwundenen Gegner, der für seine Verbrechen büßen und von künftigen Abenteuern abgehalten werden sollte. Die italienische Abrechnung richtete sich vor allem gegen einen aktuellen Feind, den es erst noch niederzuringen galt in einem zweijährigen Bürgerkrieg, der in einen Klassenkrieg einzumünden drohte. Nirgends sonst im westlichen Europa hat der Vergeltungsfuror so viele Opfer gefordert, nirgends sonst haben die Gerichte so rasch und unerbittlich auf die Herausforderung der Abrechnung reagiert, nirgends sonst hat man danach freilich auch so schnell eine Generalamnestie erlassen und damit für längere Zeit jede weitere Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit unterbunden.

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Personeninformation

Hans Woller, geboren 1952 in Aldersbach/Niederbayern, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.

Pressestimmen

"Das Buch beeindruckt nicht nur durch seine außerordentliche Forschungsleistung, es ist auch gut geschrieben und erreicht an manchen Stellen ... eine literarische Dichte, wie man sie bei Historikern selten findet. (Woller) hat ein bedeutendes historisches Werk verfaßt, das lange Bestand haben wird." (Kurt Sontheimer, in: Süddeutsche Zeitung)
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