Die Rätsel meines Großvaters

Roman
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Buchprofile - Rezension
Kaede löst mit ihrem demenzerkrankten Großvater wie in einem Logikspiel mysteriöse Kriminalfälle mit Bezug auf die klassische Kriminalliteratur.
Auch im 2. Band der Trilogie (Band 1: Die Bibliothek meines Großvaters, BP/mp 26/149) löst die junge Lehrerin Kaede wieder mit ihrem an einer besonderen Form der Demenz erkrankten Großvater kleine und große (Kriminal-)Fälle, die nun auch durch einen seiner ehemaligen Schüler, der bei der Polizei arbeitet, an ihn herangetragen werden. In ausführlichen Gesprächen suchen sie nach einer logischen Geschichte hinter dem Fall, immer in Orientierung an der klassischen Kriminalliteratur. Lag im 1. Band der Akzent bei Agatha Christie, geht es hier als Hintergrundmaterial um die Klassiker Alfred Hitchcocks. Dass es durch die Einbindung des Kriminalkommissars eine dramatische Nähe bis zur Verwicklung in einen Fall gibt, macht die gesamte Erzählung komplexer und spannender. Gleichzeitig geht es immer wieder um das Thema Verlust: der Großvater hat seine Frau früh verloren, Kaedes Mutter starb mit 21 Jahren und auch der Polizist hat seine Frau verloren. Dazu kommt die Art von Verlust, die die Demenzerkrankung für alle spürbar macht; interessant und mutmachend ist der Umgang damit und die Umdeutung in eine positive Sicht. – Es braucht vielleicht etwas Geduld und auch spezielles Interesse an Kriminalliteratur, um sich den ausführlich geschilderten Gesprächen zu den Fällen zu widmen und manchmal scheint alles wie einem Bühnenstück abzulaufen. Faszinierend ist besonders die Verwobenheit von intensiv beschriebenen Charakteren, ihrem persönlichen Schicksal und japanischer Lebenskultur. Das alles macht den in Japan 2023 erschienen Bestseller zu einem sehr lesenswerten Buch.
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Artikelbeschreibung

Der große Bestseller aus Japan über die heilende Kraft von Literatur

Der große japanische Bestseller über die junge Lehrerin Kaede und ihren demenzkranken Großvater geht in die zweite Runde. Zusammen lösen sie wieder allerlei große und kleine Rätsel mithilfe von Kriminalliteratur und werden am Ende selbst verstrickt in einen Fall.

In einer Reihe neuer spannender Fälle versuchen Kaede und ihr Großvater, mit fantasievollen Geschichten den Geheimnissen der Menschen auf die Spur zu kommen. Mal geht es um das Verschwinden eines Weihnachtsmanns, mal um eine mysteriöse Suizidserie.

Doch auch im privaten Umfeld der beiden häufen sich unbegreifliche Ereignisse, und ein alter Widersacher taucht wieder auf. Kann das ungleiche Detektiv-Duo die Rätsel lösen, die die Welt ihnen stellt, und sich selbst in Sicherheit bringen?

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Personeninformation

Masateru Konishi, geboren 1965, arbeitet als Autor für Fernsehen und Radio. »Die Bibliothek meines Großvaters« ist sein erster Roman, der in Japan mit einem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde. Das Buch, das zum Teil auf seinen eigenen Erfahrungen mit der Pflege seines demenzkranken Vaters beruht, war ein großer Bestseller in Japan und ist Teil einer Trilogie.

Karina Hermes, 1989 geboren, hat in Düsseldorf Philosophie und Modernes Japan studiert. Seit 2019 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und übersetzt u. a. Sachbücher, Romane und Theaterstücke. In ihrer Freizeit geht sie gern wandern und zum Balletttraining.

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