Das Ende ist beruhigend

Roman
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Buchprofile - Rezension
Roman über eine Zukunftsvision von Europa in hundert Jahren.
Im Jahr 2125 lebt der 72-jährige Investor Dean Schneider in Berlin. Dort ist der Aufenthalt im Freien meist nur mit einem Shield und Ganzkörperanzügen möglich. Nur noch 15 Jahre soll das Leben in Deutschland sicher sein und viele Investor:innen sind inzwischen in nordische Länder gezogen. Für den Besuch einer Ausstellungseröffnung, zu der sich Dean mit seiner Freundin in einer Galerie verabredet hat, bereitet er sich mit dem Inhalieren aus einem zigarettenähnlichen Stab mit der Bezeichnung "pure hope" vor. Damit kann er besser mit der Hoffnungslosigkeit umgehen, die ihm auf dem Weg begegnen wird. In der Galerie sorgt ein Gemälde für Furore. Es hat eine ähnlich stimmungsaufhellende Wirkung. Im 2. Teil des Romans lebt die Malerin des Gemäldes, Esther, im Jahr 2130 mit ihrer Freundin Théa im Dorf Spes I in Norditalien, das von Sponsor:innen, darunter auch Dean, entwickelt wurde und in dem unter Glas aufgrund von Regulierungen ein "normales" Leben wie zu früheren Zeiten möglich ist. Wer hier leben darf, wird als "Hoffnungsträger" ausgewählt. Die positiven Stimmungen werden gefördert durch tägliche Meditationsangebote und Besuche beim persönlichen Coach. Das Dorf ist ein "Schutzraum für Talent und Kreativität" meinen die Residents, wie die Bewohner genannt werden. Als eines Tages ein Paar neu aufgenommen wird, ändert sich alles. Sie verfügen über Informationen aus dem "Außen". Théa beginnt sich zu verändern und setzt sich letztendlich mit den Neuen in diesen gefährlichen Außenbereich ab. Esther, die zu einer Ausstellung nach Berlin reist, begegnet ihnen und anderen Aufständischen und erfährt Befremdliches. Wird in den Spes tatsächlich zur Rettung der Menschen Hoffnung destilliert und dafür alles getan, um den Residents eine heile Welt zu suggerieren? – Eine packende Lektüre, die von Endzeitstimmung handelt, nachdenklich macht und der es trotzdem gelingt, keine düstere Atmosphäre zu erzeugen.
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Artikelbeschreibung

Es ist der Sommer 2130, irgendwo im Norden Italiens. Die Malerin Esther und die Ingenieurin Théa leben zwei der besten Leben, die in jenen Jahren noch möglich sind. 'Spes I' ist ein besonderer Ort für besondere Menschen; dass hinter den Dörfern ein fragwürdiges Konzept steckt, ist nur der Betreiberorganisation bekannt - noch.Mit Gelassenheit und stillem Glück gehen die Bewohner:innen von Spes I ihren Leidenschaften nach, treffen an lauen Abenden andere Residentsund genießen leichte Getränke. Die Atmosphäre im Dorf wird von einer Kuppel und einem Belüftungssystem einerseits, von Coachings und Achtsamkeit andererseits reguliert. Esther ist froh, hier, abgeschottet vom Schrecken der Außenwelt, leben und arbeiten zu dürfen. Ihre Gemälde, die stets zwei Sonnen zeigen, zählen zu den begehrtesten Kunstwerken der Gegenwart. Nach der Ankunft von Cleo und Thomas, einem Kreativenpaar aus Berlin, kommt es zu Zwischenfällen und die Atmosphäre verändert sich. Bald erwacht Esther auf der Rückbank eines Wagens, der die Grenzen des Dorfes längst hinter sich gelassen hat. Sie ist in der Außenwelt, auf einer Mission mit ungewissem Ausgang. Oder gibt es doch eine Gewissheit? Das Ende ist beruhigend ist ein Roman über Freundschaft, über Kreativität und darüber, wie hoffnungsvoll man in die Zukunft blicken kann und muss. Mit spielerischer Freude entwirft Carla Kaspari eine zugleich groteske und dramatische, spannende und unterhaltsame Utopie in der Dystopie.

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Pressestimmen

»Ein spannend geschriebener Gesellschaftsroman aus einerZukunft, die näher ist,als wirwahrhabenwollen.« Susanne Schramm Kölnische Rundschau 20250807
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