Was der Tag bringt

Roman
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Buchprofile - Rezension
Der ehemalige Unternehmer Felix ist nach der Pandemie pleite und verliert nach und nach den Halt im Leben.
Die Corona-Pandemie hat Felix neu gegründetem Catering-Unternehmen ein frühzeitiges Ende bereitet. Obwohl er viele Freunde hat und mit ihnen über die sozialen Medien verbunden ist, hatte sein Telefon während der Pandemie kein einziges Mal geklingelt. Es fällt ihm schwer, sich nach dem erzwungenen Rückzug wieder in die Welt zu begeben. Er fühlt sich darin fremd, ohne Sinn und Ziel. Als ihm sein Bankberater eröffnet, dass er tief in den roten Zahlen steckt, veräußert Felix fast sein ganzes Hab und Gut. Um wenigstens seine Wohnung halten zu können, beschließt er, diese an acht Tagen pro Monat zu vermieten. Als die ersten Gäste vor der Tür stehen, sucht er für die Zeit bei Freunden Unterschlupf. Doch schon am nächsten Morgen verlässt er nach einem Zwischenfall deren Wohnung fluchtartig und bittet seine Ex-Freundin Sandra um Hilfe. So treibt es den End-Dreißiger von Station zu Station, er erfindet Geschichten und zerstört dabei seine Beziehungen, verliert sich immer mehr. Schließlich lässt er sich sogar auf einen teuflischen Pakt ein. – Der Wiener Autor, bekannt für Grotesken wie „Schwere Knochen“ (BP/mp 18/701), erzählt teilweise ausufernd monologisierend von Einem, der jenseits der Arbeitswelt sich selbst immer fremder wird und die Fantasie der vollständigen Selbstauflösung hegt. Der deprimierende und kapitalismuskritische, skurrile Roman enthält interessante Reflexionsansätze, auch wenn die Lektüre selbst wenig erbaulich ist.
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Artikelbeschreibung

Wer sind wir ohne Arbeit? Was brauchen wir zum Leben? Was macht uns aus? David Schalkos »Was der Tag bringt« ist ein bestechender Kommentar auf unsere sich radikal verändernde Arbeitswelt - ein Roman, komisch und aufwühlend bis zuletzt. Eine brillante Groteske über unsere postpandemische Gegenwart.

Felix ist Ende dreißig, Single und Unternehmer. Mit seinem Start-up für nachhaltiges Catering ist er, endlich, auf einem guten Weg. Dann aber kommt die Pandemie, bleiben die Aufträge aus, gewährt ihm die Bank keinen weiteren Kredit. Felix muss die Firma schließen und sich reduzieren, muss Auto, Möbel, Schmuck verkaufen, um wenigstens die von der Mutter geerbte Wohnung behalten zu dürfen. Um über die Runden zu kommen, ist er fortan gezwungen, die Wohnung monatlich für acht Tage zu vermieten. Monat für Monat zieht Felix also von Gästecouch zu Gästecouch, verstrickt sich vor Scham in bizarren Geschichten, gerät mit guten Freunden aneinander, zweifelt, taumelt durch die Ruinen seines früheren Lebens, sucht nach einem Sinn, der nicht in der Arbeit liegt, und zieht sich schließlich immer weiter zurück, wird sich selbst fremd, fällt und fällt. Wo schlägt er auf? Wer kann ihn halten?

Mit unnachahmlichem Witz und Scharfsinn erzählt David Schalko von einem, dem das Leben entgleist und die Gesellschaft abhandenkommt, der um Existenz und Sinn ringt in einer ihm immer fremder werdenden Welt. »Was der Tag bringt« ist ein faszinierendes Psychogramm der Post-Covid-Gesellschaft und ein Text, der die großen Fragen der Zeit mit erzählerischer Leichtigkeit verhandelt.

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Personeninformation

David Schalko, geboren 1973 in Wien, lebt als Autor und Regisseur in Wien. Bekannt wurde er mit revolutionären Fernsehformaten wie der »Sendung ohne Namen«. Seine Filme und Serien »Aufschneider«, »Braunschlag«, »Altes Geld«, »Ich und die Anderen« und das Remake von »M - eine Stadt sucht einen Mörder« wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen seine Romane »Schwere Knochen« und »Bad Regina«.

Pressestimmen

»Schalko schafft es jedoch grandios, Felix, der qua Vorname ein Glücklicher sein müsste, in seiner Perspektivlosigkeit zu beschreiben [...]. Keine leichte Sommerlektüre, aber ein Buch zum Abtauchen in die dunkle Gefühlswelt eines jungen Mannes, vielleicht sogar sinnbildlich für eine ganze Generation, um nach dem Auftauchen wieder die schönen Seiten der Welt genießen zu können.« Markus Hinterberger Handelsblatt 20230707
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