Ich schreib euch aus Berlin

Rückkehr in ein neues Zuhause
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Auf der Suche nach eigener Identität und neuer Heimat.
Auch in diesem Buch setzt sich die als Psychotherapeutin auf die Behandlung transgenerationaler Traumata spezialisierte Maya Lasker-Wallfisch, Tochter der bekannten Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, die als Mitglied des Mädchenorchesters Auschwitz überlebte, und des Pianisten Hans Peter Wallfisch, mit der Geschichte ihrer aus Breslau stammenden Familie auseinander (vgl. "Briefe nach Breslau": BP/mp 20/726). Wieder wendet sie sich in Briefen an ihre Großeltern, die sie selbst nicht gekannt hat, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden, und beschwört durch ihre Ehrlichkeit und Warmherzigkeit eine enge, für sich selbst befreiende Verbindung zu ihnen, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenfließen. Im Hintergrund und zugleich als Motivation steht der Versuch, für sich eine neue Heimat - sie verbrachte ihr ganzes Leben in London - zu finden, und das an einem Ort, wo sie sich ihrer deutsch-jüdischen Wurzeln nahe fühlt, der aber zugleich NS-Hauptstadt des Terrors war. Sie besucht Gedenkorte (u.a. Topographie des Terrors), trifft mit Menschen zusammen, die den Neuanfang des jüdischen Lebens bewerkstelligt und die Schaffung einer beeindruckenden Erinnerungskultur vorangetrieben haben, erlebt positive Signale, aber auch Zeichen eines erstarkenden Antisemitismus. Auf der intensiven Suche nach ihrer eigenen Identität als Tochter einer Holocaust-Überlebenden hinterfragt sie offen und teils schonungslos ihr ambivalentes Verhältnis zu ihrer Mutter, betont aber ebenso in den Briefen an ihre Großeltern ihre jüdische Herkunft als Haltepunkt in ihrem Leben. - Sehr interessant und überaus empfehlenswert!
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Die Briefe erweckten sie zum Leben. Indem Maya an die von den Nazis ermordeten Großeltern schrieb, entstand eine Beziehung über die Katastrophe des 20. Jahrhunderts hinweg. Für Maya begann danach ein neues Leben, in einer neuen Stadt, eine neue Mission: den Ort, von dem das Verhängnis seinen Ausgang nahm, zu verwandeln, in ein Zuhause, eine befriedete Heimat. Dazu geht Maya auf die Suche nach der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart Berlins: Friedhof Weißensee, Pestalozzistraße, Gleis 17 im Grunewald ... Im Spiegel dieser Orte und im Zwiegespräch mit den Großeltern rettet sie sich, ihre Familie, ihre jüdische Herkunft.

Nach dem viel beachteten Erfolgsbuch Briefe nach Breslau folgt mit Ich schreib euch aus Berlin ein neues transgenerationales Abenteuer. Maya Lasker-Wallfisch erringt sich ein Zuhause an einem fast unmöglichen Ort. Sie legt ein Zeugnis davon ab, was Wunden bewirken, im Guten wie im Schlechten.

Produktsicherheit

Hersteller: Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Anschrift: Torstr. 44
DE-10119 Berlin
Kontakt: info@insel-verlag.de

Personeninformation

Maya Lasker-Wallfisch, geboren 1958 in London, arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als psychoanalytische Psychotherapeutin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von transgenerationalen Traumata. Sie ist die Tochter von Anita Lasker-Wallfisch, gemeinsam kämpfen sie für eine lebendige Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus. Briefe nach Breslau. Meine Geschichte über drei Generationen, ihr erstes Buch, erschien im Frühjahr 2020.

Bernadette Conrad lebte als Literatur- und Reisejournalistin für DIE ZEIT, NZZ, Berliner Zeitung, Schweizer Radio SRF2 u. a. am Bodensee, in Italien und Los Angeles, bevor sie 2016 nach Berlin zog. Sie ist Autorin mehrerer erzählender Sachbücher zu - meist englischsprachiger - Literatur, Gesellschaft, Familie.

Pressestimmen

»Die [...] Briefe an die Großeltern, hilflos und fast zu persönlich, machen deutlich, wie die Gräuel von einst auch noch spätere Generationen in Geiselhaft nehmen.« Sebastian Loskant Weser-Kurier 20230109
Mehr von Lasker-Wallfisch, Maya

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.