Hitler, Stalin, meine Eltern und ich

Eine unwahrscheinliche Überlebensgeschichte | »Großartig, episch, bewegend und wichtig!« - Robert Harris
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Buchprofile - Rezension
Die Geschichte der Verfolgung und des Überlebens beider Eltern von Daniel Finkelstein während des Zweiten Weltkriegs.
Daniel Finkelstein, Journalist, Politiker, Mitglied des House of Lords, geht in diesem Buch der Geschichte seiner Eltern nach, ihren Wurzeln, ihrer Verfolgung während des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs und auch ihrer unwahrscheinlichen, aber glücklichen Rettung vor der Vernichtung durch die Machtapparate von Hitler und Stalin. Finkelstein schildert ausführlich den historischen familiären Hintergrund von Vater und Mutter. Die Leser:innen werden mitgenommen in großbürgerliche Szenarien in Lwow in der heutigen Ukraine und in ein behütetes bürgerliches Leben im Berlin in der Zeit vor dem Krieg mit beginnender Judenverfolgung. Abwechselnd unter den Überschriften „Mum“ und „Dad“ verfolgt Finkelstein die Auswanderung der Familie seiner Mutter, der Familie von Alfred Wiener, nach Amsterdam in Holland, von da in Konzentrationslager und Rettung in allerletzter Minute und zeitgleich die zerstörerischen Entwicklungen unter Stalin für die Familie Finkelstein, die durch Verlust des gesamten Vermögens, Verfolgung und Verschickung in verschiedene Gulags und abenteuerliche Rettungswege durch halb Asien gekennzeichnet sind. Vor dem Szenarium des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts präsentiert sich den Leser:innen das ganze Grauen dieser Zeit anhand zweier Familienschicksale, deren Geschichte schlussendlich durch die Liebe zweier Überlebender heute erzählt werden kann. Sachlich, aber eindringlich und sehr berührend entwickelt der Autor die Überlebensgeschichte seiner Eltern und weiterer Familienmitglieder. Schwarz-Weiß-Fotos beider Familien konkretisieren noch einmal mehr die Vorstellung der geschilderten Schicksale. Bemerkenswert der letzte Satz des Buches: „Im Kampf gegen Hitler und Stalin gehört der Sieg Mum und Dad“. - Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Gerade in der heutigen Zeit ist dieses Buch ein Muss für jede Bücherei, ein Buch gegen das Vergessen und für ein Eintreten für Demokratie und Menschlichkeit. Unbedingt empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Daniel Finkelsteins bedeutendes Buch ist ein eindringliches Porträt seiner Mutter und seines Vaters und ihrer erschütternden Erfahrungen von Verfolgung, Widerstand und Überleben im Zweiten Weltkrieg.

Daniels Mutter Mirjam wurde in Berlin geboren. Ihr Vater Alfred Wiener war der Erste, der erkannte, was für eine Gefahr von Hitler für die Juden ausging. Ab 1933 katalogisierte er die Nazi-Verbrechen minutiös. Er floh mit der Familie nach Amsterdam und verlegte seine Bibliothek nach London. Aber noch vor der Übersiedlung von Frau und Kindern marschierten die Deutschen in Holland ein und schickten sie nach Bergen-Belsen.

Daniels Vater Ludwik kam in Lwiw als einziges Kind einer wohlhabenden jüdischen Familie zur Welt. Nach der Aufteilung Polens durch Hitler und Stalin 1939 wurde die Familie von den Kommunisten zusammengetrieben und zur Zwangsarbeit in einen sibirischen Gulag geschickt. Ludwik arbeitete in einer Kolchose und überlebte die eisigen Winter in einem winzigen Haus aus Kuhdung.

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Personeninformation

Daniel Finkelstein, geboren 1962, hat an der London School of Economics und der City University of London studiert und ist heute politischer Kommentator und Kolumnist für The Jewish Chronicle und The Times, für die er viele Jahre als Chefredakteur gewirkt hat. Er wurde bereits viermal zum politischen Kolumnisten des Jahres gewählt und ist seit Kurzem Mitglied des Vorstands des Chelsea Football Club. 1997 wurde er als Officer in den Order of the British Empire aufgenommen, 2011 erhielt er die Ehrendoktorwürde der City University of London und 2013 wurde er zu einem Mitglied des House of Lords ernannt. Er ist Vice President des Jewish Leadership Council, hat drei Kinder und lebt in London.

Barbara Schaden, hat in Wien und München Romanistik, Turkologie und Persisch studiert und viele Jahre als Verlagslektorin gearbeitet. Zu den von ihr übersetzten Autor*innen gehören u. a. Matthieu Aikins, Margaret Atwood, Patricia Duncker, Umberto Eco, Daniel Finkelstein, Nadine Gordimer, Kazuo Ishiguro, Fleur Jaeggi, Deborah Levy, Pankaj Mishra und Siddhartha Mukherjee. 


Pressestimmen

»Eine brillante Tour de Force, ein zutiefst persönlicher Bericht über die Verbrechen des 20. Jahrhunderts, voller Menschlichkeit, Großzügigkeit und Weisheit.« Philippe Sands
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