Große sind Schisser

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Buchprofile - Rezension
Wovor die Erwachsenen nicht alles Angst haben!
Die Ich-Erzählerin betrachtet ihre eigene Familie und die Familien ihrer Freunde, sodass sich das Bild einer multikulturellen Nachbarschaft in einem Wohnblock zusammenfügt. Mit erfrischender kindlicher Naivität erzählt die Protagonistin von Erwachsenen, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen fürchten: aus Aberglauben, weil sie Vorbehalte gegen Ausländer haben ("Sie hat Angst vor Bärten"), weil sie Angst vor dem Zahnarzt haben oder sich fürchten, wenn die Kinder in den Bäumen klettern ("Dabei sind wir Kinder noch nie irgendwo heruntergefallen!"). - "Große sind Schisser" von Sybille Hein steckt voller Wahrheiten. Durch die Kinderperspektive werden alle Ängste gleichwertig betrachtet - und auch behandelt. Der bärenstarke Onkel, der sich im Schrank versteckt, wenn er zum Zahnarzt soll, ist genauso ein Angsthase wie die Nachbarin, die vor Schreck die Tür zuschlägt, wenn bärtige Männer vorbeigehen - Ängste, die Erwachsene ganz unterschiedlich bewerten würden. Der Onkel wird zum Zahnarzt gezerrt, die ältere Dame wird von den Kindern geheilt - indem sie einfach bei ihr klingeln, sich künstliche Bärte ankleben und ihr erklären, dass man sich vor Bärten nun wirklich nicht fürchten muss. Und da sich die alte Dame nicht vor Kindern fürchtet (und vor Bärten eigentlich auch nicht), hat sie dann auch keine Angst mehr vor deren Eltern. Neben der tiefsinnigen, anregenden, aber vor allem witzig erzählten Geschichte betrachten die Leserinnen und Leser gleichzeitig ein Wimmelbuch, dessen individuell gestaltete Seiten die Geschichte in Bildern weitererzählen. Ein ganz tolles Buch für neugierige Kinder und Erwachsene, die nicht nur gern vorlesen, sondern auch länger auf jeder Seite verweilen möchten und Lust haben, sich über das Gelesene zu unterhalten.
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Artikelbeschreibung

Ängste haben nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen! Sybille Hein über Schlotterbacken, Angstbeutel, Hasenfüße und andere HosenscheißerEin originelles Anti-Angst-Bilderbuch zum Mitlachen für Klein und Groß - denn auch Erwachsene sind manchmal riesige Hasenfüße: Sie kriegen einen Schreikrampf, nur weil eine Maus durch den Hof läuft. Pieseln sich fast in die Hose, wenn sie zum Zahnarzt müssen. Und schlottern am ganzen Körper, wenn die Kinder mal auf Bäume klettern. Große sind solche Schisser! Natürlich gruseln sich auch Kleine ab und zu - vor Hörgeräten und lautem Schnarchen zum Beispiel, wie Nele, Adam und Zaima. Aber vor Gewittern oder schwarzen Katzen weglaufen? Das macht die Angst nur größer, finden sie. Und beschließen, der Angst auf die Pelle zu rücken und in den Bauch zu pieksen. So vertreiben sie nicht nur ihren eigenen Schrecken, sondern auch so manche Angst der Großen.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Vilshofener Straße 10|81679|München|DE
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Sybille Hein, 1970 geboren, studierte Philosophie (halb), Illustration (ganz) und tourte viele Jahre mit ihrem Kabarett über die Bühnen der Lande. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Berlin. Sie schreibt Bücher für Große und Kleine, Hörspiele, satirische Texte und subversive Lieder und denkt sich regelmäßig Trickfilme für die »Sendung mit dem Elefanten« aus. Bei Hanser erschienen ihre Illustrationen zu Claudia Schreibers Kinderbüchern »Sultan und Kotzbrocken« (2004) und »Sultan und Kotzbrocken in einer Welt ohne Kissen« (2014), 2016 folgte ihr Bilderbuch »Prinz Bummelletzter«. 2019 erschien das von ihr geschriebene und illustrierte Kinderbuch »Luca und Ludmilla«. Auch zu »Lesen ist doof« (2023; Text: Nils Freytag und Silke Schlichtmann) sowie dem »Lesen ist doof-Postkarten-Set« (2024) steuerte sie eine Illustration bei. Seit 2024 illustriert sie die Kinderbuchreihe »Wir sind (die) Weltklasse« von Tanya Lieske. 2025 folgt ihr Bilderbuch »Große sind Schisser«.

Pressestimmen

»Kinder sind oft von Ängsten geplagt. Aber auch Erwachsene können 'ganz große Schisser' sein. ... Da beschließen die Kids eine miesepetrige Nachbarin von ihrem 'Bärte-Bammel' zu befreien. ... Durch die frechen Illus wird der pädagogische Impetus dieser Aufklärungsgeschichte sympathisch abgemildert.« Kirstin Breitenfellner, Falter - Kind in Wien, 11.06.2025 »Eine kleine Geschichte gegen große Vorurteile.« Die Zeit, 06.03.2025 »Sie illustriert die Geschichte mit so vielen charmanten Details, dass Text und Bild nie redundant wirken, sondern (auch gestalterisch) perfekt ineinandergreifen. Ihre Figuren haben Charakter, sie haben riesige Brillen, spitze Nasen, Kulleraugen und wilde Locken. Und vor allem haben sie einander, erzählen sich von ihren Ängsten - und das ist das beste Mittel gegen jede Art von Bammel.« Dina Netz, Eselsohr, Mai 2025
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Bewertungen

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