bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann

Roman
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Buchprofile - Rezension
Aufwühlender Roman über Teenager, die in Drogenmissbrauch abdriften.
Ivor mit kroatischen und Marco mit somalischen Wurzeln wachsen im multikulturellen Viertel Grønland in Oslo auf. Seit der ersten Klasse gehen sie zusammen durch Dick und Dünn. In der Oberstufe fangen die beiden ehemaligen Musterschüler aus Langeweile und mangels Förderung an, zusammen mit zwei weiteren Jungs mit Drogen zu experimentieren. Die vierköpfige Clique finanziert ihren exzessiven Drogenkonsum (manchmal muss sogar der Notarzt kommen) als Dealer, scheuen weder Drohgebärden noch Gewalt, um ihr Geld einzutreiben. Ihre Familienverhältnisse sind zerrüttet, die Väter sind abwesend oder gewalttätig, die Mütter schweigen. Nur auf die „Brüder“ in der Clique ist Verlass – und auf die Großmütter, die als einzige Familienangehörige ihnen Liebe und Geborgenheit schenken. – Oliver Lovrenski schrieb diese Geschichte bereits als 19-Jähriger, größtenteils auf dem Handy. Sie besteht aus kurzen, episodischen Abschnitten ohne vollständige Sätze und durchgehend klein geschrieben. Lovrenski kommt selbst nicht aus Grønland, kennt aber die Verhältnisse im Viertel und seine besondere Jugendsprache, eine Mischung aus Norwegisch, Englisch, Kroatisch, Somalisch, Arabisch und anderen Sprachen. Die Übersetzerin Karoline Hippe, die als Lehrerin in Oslo tätig gewesen ist, hat diesen krassen Jargon stimmig ins Deutsche übersetzt. Der junge Autor wollte nicht nur eine Geschichte über und für seine Generation schreiben, sondern richtet sich ebenfalls an Lehrkräfte und andere Erwachsene, damit sie die Lebenswirklichkeit dieser Kids besser verstehen. Die Kritiken und zahlreiche Lesungen (auch im Rahmen der Leipziger Buchmesse) haben gezeigt, dass seine Rechnung aufgegangen ist. Mit einem nützlichen Glossar. Ein zugleich beeindruckendes und beängstigendes Buch.
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Artikelbeschreibung

»Lovrenski zu lesen ist, als belausche man einen Fremden bei seiner nächtlichen Beichte - ein zartes, brutales, wahres Buch.« Tijan SilaSie sind jung, voller Ängste, Pillen und Hoffnung. Ihre Eltern leben in der Peripherie, Polizei und Jugendamt sitzen ihnen im Nacken, die Schule ist ein Angebot, das sie dankend ausschlagen. Ivor, Marco, Jonas und Arjan sind rastlos, zwischen den schicken Bars und hyggeligen Cafés Oslos gibt es keinen Platz für sie. Also treiben sie sich auf den Straßen, in improvisierten Gyms und einem maroden Einkaufszentrum herum und geraten Tag für Tag, line für line tiefer in eine Welt des Rauschs, der Gewalt und Kriminalität. Die Liebe zueinander macht sie unbesiegbar - bis einer von ihnen zu weit geht und ihre unheile Welt vollends zerbricht. Oliver Lovrenski, der zwanzigjährige Sensationsautor aus Norwegen, zieht uns hinein in eine atemlose, brutale Jugend und offenbart Zärtlichkeit, wo niemand sie erwartet.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Oliver Lovrenski, geboren 2003, wuchs in Oslo als Sohn einer Kroatin und eines Norwegers auf. Sein Debütroman "bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann", den er teilweise auf dem Handy schrieb, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, stand monatelang auf der Bestsellerliste und wird weltweit in 15 Sprachen übersetzt. Karoline Hippe studierte Skandinavistik und Anglistik in Leipzig und Berlin. Sie übersetzt aus dem Norwegischen, Dänischen, Schwedischen und Englischen, zuletzt Heidi Furre, Sandra Newman und Lotta Elstad.
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