Selbst schuld!

Mit Beiträgen von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sarah-Lee Heinrich, Özge Inan, Seyda Kurt uvm.
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Buchprofile - Rezension
Essays gegen eine persönliche Schuldzuschreibung.
Selbst schuld! Das hört man immer wieder, wenn einem ein Missgeschick passiert. Wenn man krank geworden ist, man hätte sich ja vorsehen können. Wenn eine Therapie nicht anschlägt, man hat sich nicht richtig bemüht. Die Schuld an den großen Problemen der Gegenwart wird aber auch gern dem Einzelnen zugeschoben: die Energiekrise, Umweltschäden, die Diskrepanz zwischen den reichen Ländern der nord- und den armen der Südhalbkugel: Immer wieder wird da die Schuld uns als Individuen gegeben. Dabei sind es oft größere Zusammenhänge jenseits der individuellen Verantwortung, die für alle möglichen Missstände verantwortlich sind. Die Herausgeber dieser Sammlung von Essays möchten das mit ihrem Buch verdeutlichen: In 13 Texten beschreiben Influencer und Podcasterinnen, Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Politiker, bei welchen Themen oft dem Einzelnen eine Schuld gegeben wird, obgleich dieser eigentlich gar nichts dafür kann: Das geht von der prekären wirtschaftlichen Lage über das Klimaproblem bis zur sexualisierten Gewalt und von der Gesundheit über den Generationenkonflikt bis zur Familie. Ein wirklich wichtiges Buch, denn nur zu oft lassen wir uns durch Medien, Influencer bestimmter Gruppen etc. eine Schuld einreden, die eigentlich nicht die unsere ist. Wer dies liest, wird sicher nicht aus seiner individuellen Verantwortung genommen, aber er lernt zu differenzieren und merkt, wer die wirklichen Urheber von gesellschaftlichen Problemen sind und wie er darauf reagieren sollte. Dieses Buch war längst fällig in einer Zeit, in der das "Selbst-Bashing" Mode geworden ist.
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Artikelbeschreibung

"Du bist selbst schuld an deinem Unglück!" Ein Einspruch gegen das neoliberale Mantra und ein Manifest kritischen DenkensDu bist überfordert, weil du deine Zeit nicht richtig planst. Du verdienst nicht genug Geld, weil du nicht hart genug arbeitest. Du bist verantwortlich für die Klimakatastrophe, weil du die Joghurtbecher nicht richtig entsorgst. Kurzum: Du bist selbst an allem schuld! So lautet die Ideologie unserer Zeit. Vorgetragen wird sie von Politikern wie Ökonominnen, Influencern wie der eigenen Familie. Ausgeblendet werden dabei sämtliche gesellschaftlichen Bedingungen. In 13 persönlichen Essays fragen die Autor:innen, wie die persönliche Schuld sämtliche Lebensbereiche erobern konnte. Ihr Buch leistet sich den Luxus des Zweifels am scheinbar Selbstverständlichen. Es ist ein Manifest kritischen Denkens für die Gegenwart.Mit Beiträgen von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sebastian Friedrich, Sarah-Lee Heinrich, Özge Inan, Seyda Kurt, Sophie Lewis, Maximilian Pichl, Anke Stelling, Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty und Matthias Ubl.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Wolfgang M. Schmitt, geboren 1988, ist Youtuber, Podcaster und Kritiker. Seit 2011 betreibt er den ideologiekritischen Youtube-Kanal »Die Filmanalyse«, seit 2018 mit Ole Nymoen den Podcast "Wohlstand für alle", seit 2020 mit Stefan Schulz den Podcast "Die neuen Zwanziger". Bei Suhrkamp erschien von ihm 2021 gemeinsam mit Ole Nymoen "Influencer. Die Ideologie der Werbekörper". Ann-Kristin Tlusty, geboren 1994, hat Kulturwissenschaften und Psychologie studiert. Sie arbeitet seit 2018 als Redakteurin bei Zeit Online und lebt in Berlin. Bei Hanser erschien: Süß. Eine feministische Kritik (2021). Bei Twitter: @nouvelle_wagnis

Pressestimmen

»Kein Beitrag, der nicht zum Nachdenken und Nachfühlen anregt.« Sebastian Klauke, ak analyse & kritik, Dezember 24
Mehr von Schmitt, Wolfgang M.; Tlusty, Ann-Kristin

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