Wo wir uns treffen

Roman
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Buchprofile - Rezension
Nach dem Tod des Vaters treffen sich drei Geschwister auf dem südenglischen Landgut der Familie, wo sie aufgewachsen sind.
Philip Brooke war ein Tyrann und Egozentriker, aber mit seinem Land verhaftet. Seine Frau Grace hat sich gegen sein Fremdgehen nicht gewehrt und ihn bis zum Schluss ertragen. Das Einzige, was sie verband, war die Liebe zum Land. Ihr Anker und Trost ist Ned, früher Philips Freund und Studienkamerad, der Grace liebt und im Wald in einem stillgelegten Bus lebt als naturverbundener, philosophierender Hippie. Um die Kinder hat sich Philip auch nie gekümmert, nur den Sohn Milo, von seiner Mutter übermäßig geliebt, früh auf ein Internat geschickt. Milo will die Welt retten und auf dem Gelände des Landguts eine Klinik bauen. Tochter Frannie, die das Landgut geerbt hat, hat sich mit ihrem Vater in den letzten Jahren versöhnt, und beide haben sich in der Renaturierung der Ländereien engagiert. Isa, die Jüngste und Lehrerin in London, hat Eheprobleme. Sie lädt aus einer spontanen Eingebung heraus die Tochter der langjährigen Geliebten Philips zur Beerdigung ein. Clara klärt dann die Familie über die Verstrickung der Familie Brooke in den Kolonialzeiten auf. Wie die Familie nach langen Streitereien wieder zusammenfindet, ist detailliert und einfühlsam dargestellt, vor allem die Liebe zur Natur und die vielen atmosphärischen Beschreibungen. – Ein wunderbar komponierter Familienroman über Beziehungen, über die Liebe zur Natur und über historische Verantwortung – feinfühlig und packend bis zum Schluss.
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Artikelbeschreibung

Drei Geschwister, ein großes Erbe und ein zweifelhaftes Vermächtnis - eine packende Familiengeschichte von Anna HopeAls der Egomane Philip Brooke stirbt, kommen seine Kinder Frannie, Milo und Isa für fünf Tage auf dem gewaltigen Familienanwesen in Sussex zusammen. Haupterbin Frannie hat hier vor Jahren die Führung übernommen. Sie will die Ländereien renaturieren und für ihre siebenjährige Tochter eine Zukunft schaffen. Doch der unstete Milo hat andere Pläne - und den Segen seines Vaters dafür. Isa kämpft gegen innere Dämonen, sie hat die Tochter von Philips langjähriger Geliebter zur Beerdigung eingeladen. Und die kennt das wahre Erbe der Brookes aus den Zeiten des Empire. "Wo wir uns treffen" ist ein meisterlich komponierter Familienroman über die Beziehungen, die uns für immer prägen, über ererbten Besitz und historische Verantwortung - feinsinnig, klug und packend bis zum Schluss.

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Personeninformation

Anna Hope wurde 1974 in Manchester geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art. 2014 stand sie mit "Wake" auf der Shortlist des National Book Award für den besten Debütroman. Anna Hope lebt in Sussex, südlich von London. Bei Hanser erschienen ihre Romane Was wir sind (2020) und Der weiße Fels (2023). Ulrike Kretschmer, 1968 geboren, promovierte über Englische und Deutsche Philologie sowie Kunstgeschichte in Münster. Sie übersetzt Romane und Sachbücher, u.a. Helen Macdonalds »H wie Habicht« und »Abendflüge«.

Pressestimmen

»Eine fantastisch komponierte, hochspannende Familiensaga.« Freundin, 18.05.25 »Anna Hope hat einen so intelligenten wie anmutigen Roman über Klassenbewusstsein, Erbschaft und Verantwortung geschrieben.« Oliver Jungen, Deutschlandfunk Büchermarkt, 12.05.25 »Souverän und geistreich führt Anna Hope durch das Dickicht und Unterholz dieser Familiengeschichte. Man lebt so intensiv in diesem Stoff, dass man die Familienmitglieder während der Lektüre zu duzen beginnt.« Annemarie Stoltenberg, NDR, 22.04.25 »Vielgestaltig und humorvoll.« Ursula Ebel, Buchkultur, 11.04.25 »Ein moderner Familienschmöker, sehr schlau und mit Tiefe inszeniert. Super Lesestoff.« Claudia ten Hoevel, Emotion, 5/2025
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