Every Body Counts

Gier und der Handel mit Menschen
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Buchprofile - Rezension
Eine Reportage, die sich mit den Hintergründen des Menschenhandels auseinandersetzt und dabei immer auch die Perspektive der Opfer bewahrt.
Obwohl im Protokoll von Palermo im Jahr 2000, das bis heute von mehr als 180 Staaten unterzeichnet wurde, Maßnahmen gegen den Menschenhandel gefordert werden, hat man kaum Erfolge gegen diese perfide Form des organisierten Verbrechens erzielt. Die Journalistin hat sich eingehend mit dem Thema beschäftigt. Sie hat mit Tätern und Opfern gesprochen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Sie war auf einem NGO-Rettungsschiff unterwegs und hat das Elend derjenigen mit eigenen Augen gesehen, die mit Schlauchbooten auf das Mittelmeer geschickt werden, um dort aufgegriffen und nach Europa gebracht zu werden – zu den mafiösen Banden, die die menschliche Fracht bestellt haben. Im Focus stehen aber auch die Schicksale von Zuwanderern in Amerika, die in der Illegalität rücksichtslos ausgebeutet werden, oder von Arbeitssklaven in Asien. Dabei geht es nicht nur um moderne Sklaverei, sondern auch um den Handel mit Organen, die den Opfern häufig gewaltsam entnommen werden. – Die fesselnde Reportage sollte in möglichst vielen Büchereien zu finden sein.
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Artikelbeschreibung

Von Mafia-Kartellen über glamouröse Modehäuser bis hin zur katholischen Kirche: Menschenhandel als profitabelstes Verbrechen ist überall präsent»Migranten sind profitabler als Drogen«, sagte ein Mafiaboss kurz vor seiner Verhaftung. Kein milliardenschweres transnationales Verbrechen ist schwerer durchschaubar als der Menschenhandel. Von der kriminellen Unterwelt bis zu Regierungen, Banken, glamourösen Modehäusern und sogar der katholischen Kirche folgt diese bahnbrechende Recherche dem Geld, um eine Industrie zu enthüllen, in der ein Menschenleben nichts zählt - und doch unschätzbar wertvoll ist.Fundiert, zugänglich und aufrüttelnd: »Every Body Counts« klagt ein menschenverachtendes, kriminelles Netzwerk an, das viel mehr Berührungspunkte mit unserem Alltag hat, als wir ahnen.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Vilshofener Straße 10
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Barbie Latza Nadeau ist eine amerikanische Journalistin, die seit 1996 in Rom lebt. Sie arbeitet als Korrespondentin für CNN und war zuvor als Büroleiterin für Newsweek Magazine und The Daily Beast tätig. Sie ist die Urenkelin einer Afghanin, die als junge Frau in die Schweiz verschleppt wurde. Alexander Weber hat u.a. die Werke von Robert Gerwarth, Gay Talese, Nora Krug, Agatha Christie und Prinz Harry ins Deutsche übertragen.

Pressestimmen

"Nadeau zeigt, wie wichtig es ist, Menschenhandel zu bekämpfen. Ein lesenswertes Buch, das dafür sensibilisiert, wie alltäglich Menschhandel auch in Europa ist." Katja Scherer, Deutschlandfunk "Andruck", 28.07.2025 "Barbie Latza Nadeau rückt so manches zurecht, was man über Menschenhandel zu wissen meint. [...] Menschenhandel, zeigt ihr stringent durchargumentiertes Buch, ist überall. Man muss ihn nur sehen wollen. Wie das Hinschauen im Alltag geht, zeigt sie anhand konkreter Hinweise. Eine erhellende Lektüre." Nina Apin, taz, 26.07.2025 "Nadeau nimmt viele Facetten des internationalen Menschenhandels ins Visier. Ihr Ton bleibt dabei immer sachlich, nüchtern beschreibend, nie dramatisch, obwohl der Inhalt oft härter ist als jede Netflix-Krimi-Serie. Das Buch muss man jedem ans Herz legen, denn das Geschäft von Menschenhändlern funktioniert nur, solange alle mitmachen, ob wissentlich oder unwissentlich." Christine Gorny, Bremen Zwei, 05.06.2025 "Nadeau dokumentiert die abscheulichen Machenschaften und Geschäftsmodelle des internationalen Menschenhandels. Akribisch recherchiert, packend und zugleich nüchtern geschrieben. Aufrüttelnd!" Thomas Schürmann, HÖRZU, 18.07.2025 "Von Prostitution über illegale Adoptionen bis zu Ausbeutung in der Modeindustrie - das Buch beschreibt die verschiedenen Formen des milliardenschweren Menschenhandels." Focus, 01.08.2025 "In einer packenden Recherche schreibt Nadeau von Organhandel, ausgebeuteten Haushaltshilfen und menschenunwürdigen Bedingungen in der Textilbranche und Landwirtschaft. Ihre Grundkritik: Viel zu wenigen Menschen liegt etwas an den Opfern und die migrationsfeindliche Politik vieler Länder trägt das Ihre zu dieser Haltung bei." Madleine Amberger, ORF Ö1 "Kontext", 13.06.2025 "Barbie Latza Nadeau liefert eine weltweite, akribisch recherchierte Dokumentation von Ausbeutung und Entrechtung." Christa Nebenführ, Buchkultur, 3/2025
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