Freischwimmen

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Buchprofile - Rezension
Cym versteht lange nicht, weshalb seine Mutter nicht wollte, dass er schwimmen lernt.
Eine unerklärliche Panik seiner Mutter hat verhindert, dass der zehnjährige Cymbeline, kurz Cym, schwimmen lernte. Als seine Klasse mit dem Schwimmunterricht beginnt, brüstet er sich, ein guter Schwimmer zu sein. Mit viel Selbstironie beschreibt der Icherzähler den Konflikt, sein erfundenes Talent beweisen zu müssen. Trotz heftiger Bemühungen überlebt er nur knapp seinen ersten Kontakt mit dem Wasser. Noch schlimmer wird die Reaktion seiner Mutter, die danach in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden muss. Und noch immer begreift Cym nicht die Hintergründe, bis die tragische Vergangenheit ans Licht kommt: Cym hatte einen Bruder, der wegen Unachtsamkeit des Vaters ertrank. Und erst als sich seine Eltern diesen Zusammenhängen stellten, können alle einer positiven Zukunft entgegengehen und -schwimmen. - Die zerstörerische Macht der Verdrängung ist in diesem Buch Thema, aber auf eine witzige Art und Weise, so dass es Kinder gerne lesen werden.
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Angelika Rockenbach empfiehlt:
Der 10-jährige Cym hat nie schwimmen lernen dürfen. Warum seine Mutter so panisch auf Wasser reagiert, erfährt er erst, als er nach einem Beinahe-Unfall im Schwimmunterricht heimlich zu recherchieren beginnt und seine traurige Familiengeschichte kennenlernt. – Das ergreifende und unbedingt lesenswerte Buch über nicht verarbeitete Trauer und die Folgen viel zu langen Schweigens hat mich sehr beeindruckt. Trotz aller Komplexität der Geschichte überfordert der Autor sein junges Lesepublikum nie. Im Gegenteil, durch die Perspektive des aufgeweckten und erfrischend selbstironischen Jungen bleibt er immer auf kindlicher Augenhöhe und lässt dabei genügend Raum für unterhaltsame Begebenheiten und humorvolle Alltagsszenen.

Artikelbeschreibung

Originell, lustig und tiefgründig schreibt Adam Baron über ein Familiengeheimnis, wahre Freunde und die Überwindung von Angst - für Fans von "Wunder"Eine herzzerreißende, urkomische Geschichte über die Dinge, die man selbst erfahren muss, weil einem Erwachsene mal wieder nichts sagen. Cym ist noch nie geschwommen - kein einziges Mal. Kein Wunder, dass ihn die Aussicht auf den ersten Schwimmunterricht in der Schule nervös macht. Andererseits - wie schwer kann das schon sein? Cym trägt schließlich die Badeshorts seines Vaters. Leichtherzig lässt er sich zu einem Wettkampf gegen seinen Widersacher hinreißen. Dass Cym dabei fast ertrinkt, hätte niemand erwartet. Dass der Unfall eine Familienkrise auslöst, erst recht nicht. Cym muss einer Wahrheit auf die Spur kommen, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Doch das Beste ist, dass er dadurch echte Freunde gewinnt.

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Personeninformation

Adam Baron war Schauspieler, Komiker, Journalist und Pressesprecher bei Channel 4, bevor er mit dem Schreiben begann. Heute leitet der promovierte Literaturwissenschaftler den angesehenen Creative Writing-Studiengang an der Kingston University in London. Nach fünf hochgelobten Romanen für Erwachsene erschien mit »Freischwimmen« 2020 sein Kinderbuchdebüt. 2021 folgte mit »Auftauchen« der zweite Band, 2022 mit »Atemlos« der dritte Band rund um Cymbeline Iglu und seine Freunde. Baron lebt mit seiner Frau und drei Kindern in London. Benji Davies, geboren 1980, ist ein vielfach ausgezeichneter Illustrator und Filmregisseur, dessen Bücher in 35 Sprachen übersetzt wurden. Er illustrierte die beiden Kinderbücher von Adam Baron: Freischwimmen (2020) und Auftauchen (2021). Birgitt Kollmann studierte Englisch, Spanisch und Schwedisch in Heidelberg. Sie arbeitet als freie Übersetzerin aus dem Englischen und Spanischen und lebt an der Hessischen Bergstraße. Für Hanser hat sie u. a. schon Michael Gerard Bauer, Clay Carmichael, Jenny Han, Alison McGhee, Jacqueline Kelly, Sally Nicholls, Joyce Carol Oates, Juan Villoro, Sarah Weeks, Lauren Wolk und Katya Balen übersetzt. Sie wurde zweifach mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und 2019 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Eine pfiffige, temporeiche Geschichte ... offenherzig und ehrlich. ... Von Birgitt Kollmann treffend übersetzt, fühlt sich der Autor ... empathisch in die Seele des Jungen ein und stattet ihn mit einer glaubwürdigen Erzählsprache aus, in der Ängste, Selbstzweifel und Selbstüberschätzung genauso Raum finden wie kindliche Naivität, Neugier und Mut." Siggi Seuss, Süddeutsche Zeitung, 27.02.2020 "Eine psychologisch fein gesponnene Geschichte. ... Spannend, berührend, amüsant, klug gebaut und mit viel gutem Personal." Ute Wegmann, Deutschlandfunk, 01.02.2020 "Das Tolle ist, dass Adam Baron es schafft,... die Waage zu halten zwischen Komik und Traurigkeit. Und das ist wirklich eine große Kunst." Stephanie Jentgens, Deutschlandfunk, 01.02.2020 "Wie gut, dass Cym wahre Freunde hat, die helfen, die Wahrheit herauszufinden, während die Erwachsenen schweigen. Ein mit Spannung und Humor erzählter, tiefgründiger Roman." Ute Wegmann, Deutschlandfunk, 28.01.2020 "Adam Baron hält gekonnt die Balance zwischen Komik und Tragik und erzählt von einer intensiven Mutter-Sohn-Beziehung und einem traurigen Familiengeheimnis. Durch die ... Handlung zieht sich wie ein roter Faden die unerbittliche Frage: Dürfen Erwachsene ihre eigenen Kinder mit gut gemeinten Lügen abspeisen, um sie angeblich zu schützen?" Karin Hahn, MDR Kultur, 03.03.2020 "Dass diese großartige Geschichte ... schon Zehnjährigen zumutbar ist, liegt an Cymbelines weiblicher Leitfigur, dem seelenstarken Mädchen Veronique - und noch mehr am positiven, humorvollen Ich-Erzählton Cymbelines, den der britische Schriftsteller Adam Baron ... überzeugend durchhält." Anne-Catherine Simon, Die Presse Wien, 01.02.2020 "Freischwimmen ist ein tiefgründiges, aber auch ein federleichtes Buch, denn Cymbeline erzählt seine Geschichte so, dass man doch ziemlich lachen muss." Silke Wolfrum, BR radioMikro, 09.06.20 "Eine komplexe Geschichte über Schuld und Schweigen, über Verlust und falsche Entscheidungen. Dabei bleibt der Autor konsequent auf Augenhöhe seines Protagonisten, lässt Raum für Humor und schafft so etwas, das nur wenigen Autoren gelingt: Einen literarisch anspruchsvollen Roman zu schreiben, der seine Zielgruppe an keiner Stelle überfordert." Katharina Mahrenholtz, NDR Mikado, 28.01.2020
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