Die großen Unbekannten der Mathematik

Warum die Geschichte der Mathematik älter, östlicher und weiblicher ist, als wir glauben
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Buchprofile - Rezension
Geschichte der Mathematik, von den ersten Spuren abstrakten Denkens bis zur Gegenwart.
Das traditionelle Narrativ stellt die alten Griechen als Urheber der modernen Mathematik auf ein Podest. Für das Autorenteam, eine Mathematikhistorikerin und ein Wissenschaftsjournalist, ist diese eurozentristische Sichtweise eine Verzerrung der Wirklichkeit. Tatsächlich basiere die heutige Mathematik auf einer beeindruckenden Verschmelzung von Konzeptionen aus aller Welt. So entstanden erste Ansätze zur Infinitesimalrechnung, die von Newton und Leibniz entwickelt wurde, schon viel früher in Indien. In 15 Kapiteln wird die Entwicklung der Mathematik dargestellt, beginnend mit den Zahlensystemen Mesopotamiens, des kaiserlichen Chinas, Altägyptens und der Mayakultur. Auch die Bedeutung Indiens und Arabiens für die Konzepte von Algebra und Algorithmen darf nicht unterschätzt werden. Erst in der Neuzeit dominieren europäische Gelehrte den Fortschritt der Mathematik. Das Sachbuch, das viele eher weniger bekannte mathematische Pioniere kurz porträtiert und dabei die weiblichen Beiträge zur Wissenschaft besonders würdigt, schließt mit einem Ausblick auf mathematische Probleme, die es noch zu lösen gilt. Es bietet eine interessante Lektüre für fachlich etwas vorgebildete Leser:innen.
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Artikelbeschreibung

Die Revolution der Mathematik: Kitagawa und Revell schreiben die Geschichte der Disziplin neu - über sechs Kontinente hinweg und Tausende von Jahren unerzählter Geschichte

Wussten Sie, dass die Analysis gar nicht zuerst von Gottfried Wilhelm Leibniz und Isaac Newton beschrieben, sondern bereits im 14. Jahrhundert in Indien entworfen wurde? Dass Europa kleiner als Südamerika ist, aber dennoch größer kartografiert wurde, und dass es in der langen Geschichte der Mathematik viele Frauen gab, die einfach verdrängt worden sind. Trotz ihres Rufs eine neutrale Wissenschaft zu sein, die grundlegende Wahrheiten einfach berechnet, ist auch die Mathematik nicht gefeit vor patriarchalen und eurozentristischen Narrativen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die Historikerin Dr. Kate Kitagawa und der Wissenschaftsjournalist Dr. Timothy Revell unterziehen die rechnerische Disziplin einer kalkulierten Prüfung, stellen einige vermeintliche Wahrheiten richtig und verdeutlichen, dass die Mathematik schon immer ein globales Unterfangen gewesen ist, das nicht allein von weißen Männern mit Bart betrieben wurde, sondern von Menschen überall auf der Welt. Eine scharfsinnige, kluge und längst überfällige Neuerzählung über die großen unbekannten Mathematiker*innen der letzten 3000 Jahre.

Ausstattung: zahlreiche s/w-Abbildungen

Produktsicherheit

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Anschrift: Neumarkter Straße 28
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Kontakt: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Personeninformation

Dr. Kate Kitagawa ist eine der weltweit führenden Expertinnen der Mathematikgeschichte. Sie promovierte an der Princeton-Universität, lehrte Geschichte an der Harvard-Universität und forschte in Großbritannien, Deutschland und Südafrika. Ihr erstes Buch war ein Bestseller in Japan, und sie wurde von Nikkei Business zu einer der 100 einflussreichsten Personen in Japan ernannt. Derzeit ist sie Direktorin des Büros für Weltraum-Bildung bei der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA). Dr. Timothy Revell ist Wissenschaftsjournalist und Mathematiker. Als stellvertretender Redaktionsleiter des New Scientist in den USA ist er auf Technologie und Mathematik spezialisiert und deckt alles ab von künstlicher Intelligenz bis hin zum Abelpreis. Regelmäßig tritt er in Radiosendungen und Podcasts auf, um über die neuesten Entwicklungen in der Wissenschaft zu berichten. Er hat einen Master in Mathematik und einen Doktortitel in Informatik.

Pressestimmen

»Erstaunlich vielfältig zeigen zwei Mathematiker/innen die Mutter aller Naturwissenschaften.« Buchkultur
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