Hat die Rede von Gott noch Zukunft?

1 Frage - 111 Antworten
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Buchprofile - Rezension
Allen steht es frei, an Gott zu glauben!
111 Personen, darunter Politiker, Schauspieler, alte und junge Menschen, Gläubige wie auch Atheisten geben Antworten auf die Frage, ob die Beschäftigung mit Gott auch in Zukunft noch relevant sein wird. Kurze Statements von maximal einer Seite und ein individuelles Porträtbild der Person vermitteln den Eindruck von Talking Heads, wie sie im Fernsehen oft verwendet werden. (Unterschiedliche Personen geben zu einem Thema kurze Statements ab.) Dies macht die Beschäftigung mit dem Text-Bildband kurzweilig. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist niedrigschwellig und erhebt nicht den Anspruch, eine allumfassende Antwort auf die Frage nach Gott zu finden. Mit Ausnahme der Einleitung und des Epilogs, in denen der Entstehungshintergrund des Buchs erläutert wird, das als 25. Ausgabe des sinnstiftermags den Abschluss dieses Projektes darstellt, findet sich noch ein längerer Beitrag des Mitherausgebers und Theologen Matthias Sellmann in dem Buch. Der Professor für Theologie der Ruhr-Universität Bochum beschreibt darin eine neue und notwendige Freiwilligkeit des Glaubens. Niemand müsse mehr an Gott glauben, aber alle seien frei, dies zu tun. Diese Freiheit des Glaubens spiegeln auch die unterschiedlichen Statements in dem Text-Bildband gut wider. Eine Einordnung, was diese freie Gottesrede für die Kirchen bedeutet, wird allerdings nicht vorgenommen. – So löst das Blättern in dem ansprechend gestalteten Buch zwar eine gewisse Neugier aus, auch mag der ein oder andere Leser seinen eigenen Standpunkt zu der Frage mit den Antworten der 111 Personen abgleichen, doch ansonsten bleibt das Buch ohne tiefere Aussagekraft.
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Artikelbeschreibung

Ist die Rede von Gott am Ende? Hat sie keine Zukunft mehr und verschwindet in ihrer Nicht-Bedeutung? Ist, wer von Gott redet, von gestern?Das Buch belegt das Gegenteil. Eine Menge spannender Persönlichkeiten wünscht sich, dass die Rede von Gott weitergeht. So ungewöhnlich wie das Herausgeberteam, so ungewöhnlich ist auch die Machart des Buches. 111 Personen aus allen Bereichen der Gesellschaft wurden danach gefragt, ob sie sich eine Zukunft der Rede von Gott wünschen. Meisterköche sprechen da genauso wie Schauspielerinnen; Mathematikerinnen genauso wie Soldaten; junge Schüler genauso wie alte Lebenserfahrene; Prominente genauso wie Nachbarn und Kolleginnen. Vertreter aller Weltreligionen kommen vor - auch einige aus dem Christentum. Alle 111 wurden in der eindringlichen Bildsprache des bekannten Fotografen Martin Steffen porträtiert.Herausgekommen ist ein einzigartiger Bildband - perfekt zum Durchblättern und zum Hängenbleiben. Faszinierend und inspirierend. Denn man sieht: Um von Gott zu sprechen, muss man kein Intellektueller sein, muss man kein Glaubensbekenntnis ablegen und muss man nicht zu einer Kirche gehören. Solch ein Statement kann genauso tief und ernst sein wie poetisch und witzig. In jedem Fall aber wird es menschlicher, wenn es um Gott geht.Statements u. a. von Hendrik Wüst, Gregor Gysi, Ulrich von Weizsäcker, Carla Reemtsma, David Schraven, Hans Joas, Nelson Müller, Franz-Josef Overbeck, Friederike Becht, Nora Bossong, Mouhanad Khorchide

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