Hungerwinter

Band 5
Roman | Historischer Krimi im Berlin des Kalten Krieges
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Buchprofile - Rezension
Der Berliner Kommissar Richard Oppenheimer deckt eine Fluchtroute für Nazis auf, die vom argentinischen Präsidenten persönlich organisiert wird.
Winter 1947. Kommissar Oppenheimer (zul. "Totenliste", BP/mp 19/103) wird zu einem Einbruch gerufen. Opfer ist scheinbar das Ehepaar Hinze. Der Einbrecher liegt erstochen auf dem Küchenboden, Herr Hinze kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Bald schon stellt sich jedoch heraus, dass der Tote kein Einbrecher, sondern der aus englischer Kriegsgefangenschaft nach Berlin zurückgekehrte Herr Hinze ist. Als schließlich ein in Polizeikreisen bekannter Ganove vom Fernsehturm springt und man in seinen Taschen Einreisebescheinigungen der argentinischen Botschaft findet, zeichnet sich ein neues Bild im Fall Hinze ab. Oppenheimer stößt auf eine Fluchtroute für Nazis nach Argentinien, die von einem gewissen Dostal mit Unterstützung einiger Mitwisser in der Berliner Kripo organisiert und von den argentinischen Behörden gedeckt wird. - Ein spannender Krimi, der in seine Handlung die unmittelbare deutsche Nachkriegsgeschichte mit einbindet. Atmosphärisch dicht und gut recherchiert wird das von Krieg und Besatzung geprägte Berlin zum Leben erweckt. Auch die Charaktere sind mit ihren Lebensgeschichten und ihren persönlichen und politischen Zwängen glaubwürdig charakterisiert.
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Artikelbeschreibung

Hungerwinter, Nazi-Schleuser und ein scheinbarer Fall von Notwehr: Der 5. historische Krimi mit dem jüdischen Kommissar Oppenheimer spielt 1947 in Berlin zu Beginn des Kalten Krieges.1947 wird Kommissar Oppenheimer mitten im Berliner Winter zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. Anscheinend gibt es nicht viel zu ermitteln: Der Tote ist ein Einbrecher, der vom Hausherrn überrascht wurde. Notwehr. Doch Oppenheimer hat Zweifel am Tathergang, die sich schnell bestätigen. Als kurz darauf sein Kollege Billhardt spurlos verschwindet, wird Oppenheimer bewusst, in welches Labyrinth aus Verrat und Täuschung er sich vorgewagt hat. Und die Verschwörung reicht bis in die Reihen der Kripo ... Mit seiner historischen Krimi-Reihe um den jüdischen Kommissar Oppenheimer zeichnet der Historiker Harald Gilbers ein packend-realistisches Bild der 40er Jahre in Berlin. Kriegswirren und Bombennächte, der Zusammenbruch des NS-Reiches, Hungerwinter und das Tauziehen der alliierten Siegermächte um Berlin im Kalten Krieg werden atmosphärisch so dicht beschrieben, »dass der Leser sich geradezu im zerbombten Berlin [...] wähnt.« BR 5 AktuellFür den ersten Band der Krimi-Reihe wurde Harald Gilbers mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Die historischen Krimis um Kommissar Oppenheimer sind in folgender Reihenfolge erschienen:»Germania« (1944)»Odins Söhne« (1945)»Endzeit« (1945)»Totenliste« (1946)»Hungerwinter« (1947)

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Personeninformation

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Sein Romandebüt »Germania«, der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt. In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, »Odins Söhne«, wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.
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