Feuerland

Roman
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Buchprofile - Rezension
Surreale Geschichte um einen Völkerkundler, der eine Wörtersammlung des Eingeborenenvolks Südamerikas zu retten versucht.
Thomas Bridges wächst als Ziehsohn eines britischen Missionars in Feuerland unter den Kindern des am südlichen Ende Südamerikas lebenden Eingeborenenvolks der Yamana auf. Fasziniert von dieser Welt und der Sprache schreibt er ihre Wörter auf. Als er stirbt, stiehlt ein zufällig anwesender Handlungsreisender die handschriftliche Wörtersammlung, ein blau-rot-marmoriertes Buch. Nach vergeblichen Versuchen, die wertvolle Wörtersammlung einträglich zu verkaufen, lässt der Handlungsreisende das Buch auf einer Bank in der Londoner Victoria Station liegen, wo es der deutsche Völker- und Sprachkundler Ferdinand Hestermann, Professor an der Universität Münster, findet. Als er im Hotelzimmer darin blättert, versteht er sofort den Wert dieses einzigartigen Buches, dessen Worte die Menschen, Berge, Wälder und Meere dermaßen scharf umreißen, dass alles lebendig und greifbar wird. Hestermann verschreibt dem Buch, einer Kopie der Wirklichkeit in Form von Wörtern, sein Leben. Als die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren beginnen, Bibliotheken zu plündern und Bücher zu verbrennen, versucht er das Buch in Sicherheit zu bringen. - In seinem zweiten Roman (zul. "Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte", BP/mp 18/688), einer vielschichtigen, tiefgründigen, raffiniert erzählten Geschichte, fragt sich der Schweizer Schriftsteller: was ist eigentlich Wahrheit? Der Autor verbindet Alltagssituationen, Einbildung und Träume zu einer eigenwilligen Mischung und glänzt dabei mit überbordender Erzählphantasie und grotesker Situationskomik. Das Buch ist ein anspruchsvoller, kurzweiliger Abenteuer- und Schelmenroman erster Güte und empfehlenswert für Liebhaber literarisch verdichteter Romane in allen Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2021

Thomas Bridges wächst als Ziehsohn eines britischen Missionars am südlichen Ende Südamerikas auf, unter den Kindern der Yamana. Fasziniert von der reichen Welt und Sprache dieses Volkes, beginnt er, obsessiv ihre Wörter aufzuschreiben. Diese wertvolle Sammlung, sein Buch, wird ihm Jahrzehnte später gestohlen und fällt dem deutschen Völkerkundler Ferdinand Hestermann in die Hände. Hestermann spürt, dass er es mit einem einmaligen Schatz zu tun hat. Er verschreibt ihm sein Leben. Als in den 1930er Jahren die Nationalsozialisten beginnen, Bibliotheken zu plündern, begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um das Buch in Sicherheit zu bringen.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Michael Hugentobler, 1975 in Zürich geboren, arbeitete nach der Schule als Postbote und bereiste dann dreizehn Jahre lang die Welt. Heute ist er freischaffender Romanautor und Reporter. 2018 erschien sein Debütroman 'Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte', sein zweiter Roman 'Feuerland' wurde 2021 für den Schweizer Buchpreis nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Aarau/Schweiz.

Pressestimmen

Hugentobler mischt mit leichter Hand Fakten und Fiktionen zu einer packenden Geschichte; er schreibt anschaulich und erörtert dabei mit einem Augenzwinkern auch tiefgründige sprachphilosophische Fragen. Martina Läubli NZZ am Sonntag 20210926
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