Von hier betrachtet sieht das scheiße aus

Roman
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Buchprofile - Rezension
Wie lebt man, wenn der eigene Tod noch genau 50 Tage entfernt ist?
Ben wird in 50 Tagen von einem Auftragskiller getötet werden. Das Einzigartige? Er hat ihn selbst engagiert. Denn er hat genug vom Leben. Er ist einsam, hasst seinen Job und während der verbleibenden Zeit möchte er nur noch seine Angelegenheiten ordnen. Doch wie lebt man, wenn man weiß, dass das eigene Verhalten keine weitreichenden Konsequenzen mehr hat und man deshalb einfach loslässt? Und könnte man so einen Auftragskiller auch abbestellen, wenn man auf einmal auch andere Dinge als Leere fühlt? – Nicht nur die Grundidee dieses Buches ist sehr ungewöhnlich, auch mit dem Schreibstil hebt sich der Autor deutlich von anderen Romanen ab. Deshalb muss man sich anfangs allerdings erst einmal daran gewöhnen. Ben ist seinem Umfeld gegenüber sehr distanziert, weshalb es zu Beginn auch kaum Dialoge gibt. Stattdessen erhält man Einblick in seine zutiefst negativen Gedanken. Diese sind in einer sehr ehrlichen, derben Sprache verfasst, die nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Lässt man sich aber darauf ein, erwarten die Lesenden eine Menge reflektierter Gedanken und Beobachtungen über das Leben im Allgemeinen und seinen Sinn im Besonderen. Alles in allem ein einzigartiges Buch, das vor allem für jüngere Erwachsene geeignet ist.
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Artikelbeschreibung

»Ein weiterer ereignisloser Tag in einem ereignislosen Leben. Ein Unspektakel jagt das nächste, und wenn ich nicht aufpasse, kaufe ich mir morgen einen Gartenzwerg und sortiere meine Tassen nach Farben.«

Ben Schneider ist erst 29, hat aber schon genug vom Leben im Hamsterrad: aufstehen, arbeiten, Sorgen machen, sterben. Seinen Job bei einer Wirtschaftsprüfungskanzlei hasst er mindestens so sehr wie seinen Vorgesetzten. Der Kontakt zu seiner Familie ist größtenteils abgerissen, für die Liebe oder Freunde hat er schon lange keine Zeit mehr.

Wenn ihm das Leben also nichts mehr zu bieten hat, findet Ben, könnte er doch zumindest über einen coolen Abgang nachdenken. Einfallsreich und überraschend sollte der sein. Sein Dealer Tobi hat die perfekte Lösung: Er kann ihm im Darknet einen Auftragskiller besorgen. Ben ist einverstanden, will aber noch 50 Tage Zeit haben bis zum großen Finale. Doch wie lebt es sich, wenn der eigene Todestag immer näher rückt?

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Personeninformation

Max Osswald, 1992 geboren, lebt als Autor und Comedian in München. 'Von hier betrachtet sieht das scheiße aus' ist sein Debütroman, in dem er den Nerv einer ganzen Generation trifft, sagt seine Lektorin. Und sie muss es wissen, sie macht das beruflich. Er schreibt für verschiedene Formate (u.a. 'Extra 3'), ist Teilnehmer der 34. Drehbuchwerkstatt an der HFF München (Writer's Room), war 2019 im Finale des NightWash Talent Awards, 2022 im Finale des Quatsch Comedy Hot Shots und vielleicht gewinnt er sogar irgendwann mal irgendwas.

Pressestimmen

Suizid durch einen Auftragskiller? Die Story klingt verrückt, trifft aber einen wunden Punkt. Jolie 20220810
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