Das kurze und verschwenderische Glück der Königin Marie Antoinette

Die Aufzeichnungen ihrer Kammerfrau Henriette Campan
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Buchprofile - Rezension
Memoiren der Henriette Campan, 1. Kammerfrau von Königin Marie Antoinette (1755-1793).
Zeitzeugenberichte sind für die Geschichtsschreibung und auch für uns nachgeborene Leser immer eine besondere Quelle unmittelbarer Informationen. Campans Aufstieg am Versailler Hof begann mit 15 Jahren als Vorleserin und führte zu einer lebenslangen Vertrauensstellung, die sie nicht unkritisch, aber stets loyal an der Seite ihrer schon zu Lebzeiten nicht wenig diffamierten Königin ausübte. Auch der zu neuen Einsichten führende Versuch, deren Wesenszüge, die Stärken und die Schwächen sowie ihre Rolle und das Verhalten z.B. während des politischen Umbruchs zu beschreiben, gehören dazu. In diesen Erinnerungen, die bereits 1822 erschienen, erzählt sie nach eigenem Bekunden immer wahrheitsgemäß, ohne Beschönigung, detailreich und auf allen Ebenen Erlebtes. – In den Text einfließende Zitate von Gesprächen und Äußerungen sorgen für reizvolle Authentizität. Henriette Campan war eine wichtige Stimme ihrer Zeit und transportiert mit diesen Aufzeichnungen Zeithistorisches in unsere Gegenwart. Die erfreulich behutsame Herangehensweise bei der Übersetzung dokumentiert gleichzeitig, und beim Lesen spürbar, Henriette Campans persönliche Handschriftlichkeit, das macht die vorliegende Publikation umso wertvoller. Der Herausgeber und Übersetzer Hans Pleschinski ist mit seiner Expertise zur Literatur des 18. Jh. ein wahrer Glücksfall – erneut möchte man sagen. Die hervorragende Ausstattung überzeugt ebenso, deshalb bietet dieses literarische Gesamtkunstwerk ein exzeptionelles Leseerlebnis.
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Artikelbeschreibung

Das kurze Leben der schönen und tragischen Königin

Was wir über Marie Antoinette, Tochter Kaiserin Maria Theresias und Königin von Frankreich, wissen, wissen wir aus den Memoiren ihrer Kammerfrau Henriette Campan. Sie blieb der schillernd-schönen und tragischen Königin bis an ihr Lebensende treu. Ihre Erinnerungen erzählen von einer versunkenen Epoche und Welt, von einer der radikalsten Umbruchzeiten der Weltgeschichte. Der preisgekrönte Romancier und Übersetzer Hans Pleschinski legt Henriette Campans einzigartige Memoiren in neuer Übersetzung vor. Genial kommentiert und mit einem klugen Vor- und Nachwort versehen.

Im Oktober 1768 trat Henriette Genet, spätere Campan, ein Amt an, das ihr Leben prägen und ihr mehr als einmal fast den Tod bringen sollte. Henriette war in eine der radikalsten Umbruchzeiten der Weltgeschichte hineingeboren worden, die Zeit der französischen Revolution und des Aufstiegs von Napoleon zum Kaiser der Franzosen. Im hohen Alter gab sie in ihren Erinnerungen Auskunft über eine versunkene Epoche und Welt, über bedeutsame Affären, über todbringende Missgeschicke und immer wieder aufkeimende Hoffnungen.

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Personeninformation

Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u.a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. 2020 wurde ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer- Stiftung zuerkannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Jeanne Louise Henriette Campan, geborene Genet, 1752-1822, war die Erste Kammerfrau Marie Antoinettes. 1792 beschützte sie die Königin während des Tuileriensturms vor dem Volkszorn und verließ Paris nach deren Gefangennahme. Nach dem Sturz Robespierres kehrte sie zurück und gründete eine Schule in Saint- Germain-en-Laye, 1807 wurde sie von Napoleon zur Leiterin der Internatsschule in Écouen berufen. 1823 erschienen ihre berühmten Memoiren. Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u.a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. 2020 wurde ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer- Stiftung zuerkannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Jeanne Louise Henriette Campan, geborene Genet, 1752-1822, war die Erste Kammerfrau Marie Antoinettes. 1792 beschützte sie die Königin während des Tuileriensturms vor dem Volkszorn und verließ Paris nach deren Gefangennahme. Nach dem Sturz Robespierres kehrte sie zurück und gründete eine Schule in Saint- Germain-en-Laye, 1807 wurde sie von Napoleon zur Leiterin der Internatsschule in Écouen berufen. 1823 erschienen ihre berühmten Memoiren.

Pressestimmen

"Neu übersetzt und glänzend kommentiert."
Die ZEIT, Jens Jessen

"Ein packender Augenzeugenbericht zwischen Glanz und Grauen von ungeheurem Ausmaß."
Abendzeitung, Volker Isfort

"Campans bewegte Erinnerungen sind bis heute Grundlage für das Wissen über die französische Königin, von der Hans Pleschinski von Kindheit an fasziniert ist. Nun hat er diese Memoiren vorbildlich elegant ins Deutsche übersetzt und klug kommentiert und mit einem Nachwort versehen: ein bedeutungsvolles Zeugnis einer Epoche kann nachgelesen werden!"
Buchhandlung Goltsteinstraße, Ulrike Goffy

"Geschmeidige Übersetzung von Hans Pleschinski"
Fuldauer Zeitung

"Ein kluges, ein anschauliches, ein spannendes Memoir, das Geschichten aus der Hochzeit von Aufklärung und Französischer Revolution erzählt, die nicht in den Geschichtsbüchern steht."
Kölner-Stadt-Anzeiger, Michael Braun

"Ein kluges, ein anschauliches, ein spannendes Memoir aus einer Umbruchzeit."
Aachener Zeitung, Michael Braun

"Vom Herausgeber Hans Pleschinski exzellent kommentiert."
Das Magazin, Erhard Schütz

"Hans Pleschinski hat sich einmal mehr in seine Lieblingsepoche begeben und die historisch bedeutenden Aufzeichnungen ... in ein elegantes Deutsch übertragen."
Münchner Feuilleton, Florian Welle

"Mit Madame Campan 1789 neu sehen"
Die ZEIT, Alexander Cammann

„Hans Pleschinski, Romancier sowie der mutmaßlich größte Kenner und Liebhaber des 18. Jahrhunderts, den wir in Deutschland haben, hob nun den Schatz.“
Welt online, Tilman Krause

"Ihr Buch war auf Deutsch seit Jahrzehnten nicht mehr greifbar, nun hat Hans Pleschinski es ... neu übersetzt und kommentiert."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stephan Speicher

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