Hermann Göring

Macht und Exzess. Eine Biografie
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Buchprofile - Rezension
Fesselnde Biografie einer skrupellosen, machthungrigen NS-Schlüsselfigur.
Basierend auf zahlreichen Quellen zeichnet und analysiert Molitor das Bild eines Menschen, das dessen psychische Verfasstheit, Skrupellosigkeit, moralische Verdorbenheit, Selbstverliebtheit, Arroganz, seine Gier nach Luxus und Genuss sowie seinen rücksichtslosen Machthunger offenbart. Gleichzeitig widerlegt Molitor die noch heute z.T. vorhandene Meinung, Göring sei im Vergleich zu anderen führenden Nationalsozialisten weniger brutal gewesen und habe sich an der Planung wie Umsetzung des NS-Vernichtungsprogramms gegen die Juden nicht beteiligt. Doch zahlreiche Quellen belegen, dass gerade Göring als "Wirtschaftsdiktator" die komplette Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben betrieb, am Prozess der Gleichschaltung maßgeblich beteiligt, für die Gründung der Gestapo sowie die Errichtung von Konzentrationslagern verantwortlich war, an der "Endlösung der Judenfrage" mitarbeitete und durch zielgerichtete Aufrüstung der Wehrmacht den Krieg vorbereitete. All dies machte Göring zu einem der einflussreichsten NS-Politiker, der zudem durch seine Volksnähe und prunkvolle Erscheinung bei der Bevölkerung weitaus beliebter war als Hitler oder Goebbels. Doch sein Versagen (Niederlage in der Luftschlacht um England, zunehmende Bombardierung deutscher Städte, Scheitern der Luftbrücke in Stalingrad) führte im Laufe des Krieges zu einem großen Vertrauensverlust und letztlich zum Ausschluss aus der NSDAP. Göring zog sich auf seinen Landsitz ins Privatleben zurück, wo er als passionierter Jäger inmitten geraubter Kunstwerke ein exzessives Luxusleben genoss. Im Mai 1945 von der US-Armee festgesetzt, im August nach Nürnberg zum Tribunal gegen die Hauptkriegsverbrecher überstellt, ab November angeklagt, wurde er am 1.10.1946 schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Der Hinrichtung entzog er sich durch Selbstmord. – Hochinteressant!
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Artikelbeschreibung

Der Mann hinter Hitler - Die neue Biografie über eine der schillerndsten Figuren des NS-Regimes

Hermann Göring (1893 - 1946), Reichsminister für Luftfahrt und zweiter Mann hinter Hitler, hat wie keine andere NS-Größe Ämter und Machtbefugnisse angehäuft. Andreas Molitor erzählt das Leben eines Machthungrigen, der Gegner kaltblütig ausschaltete, am Holocaust mitwirkte und – von Hitler kaltgestellt – ein bizarres Luxusleben führte.

Durch Hermann Görings Leben zieht sich wie ein roter Faden das Streben nach Macht und Geltung, von der Kindheit bis zur Verurteilung beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal und dem Selbstmord in der Gefängniszelle. Seine Grenzen findet Görings Machthunger nur bei Adolf Hitler. Ihm ist er devot ergeben. Nachdem Göring als Oberbefehlshaber der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg versagt hat und Hitler ihm seine Gunst entzieht, zieht sich Göring auf seinen Landsitz Carinhall zurück, wo ihm Kunstraub, Jagdleidenschaft und dekadenter Luxus weit wichtiger sind als die Angriffe alliierter Bomber. Der pompöse Lebensstil hat zu beschönigenden Deutungen der Rolle Görings im Nationalsozialismus verführt. Andreas Molitor zeigt, dass der selbsternannte «Mann der Tat» mit der «Entjudung der deutschen Wirtschaft» den wirtschaftlichen und sozialen Niedergang der deutschen Juden besiegelt und bei der Vorbereitung des Holocaust eine Hauptrolle gespielt hat.

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Personeninformation

Andreas Molitor, Diplom-Volkswirt und Journalist, lebt in Berlin. Er verfasst regelmäßig historische Reportagen und Porträts für das Magazin ZEIT Geschichte. Außerdem ist er als Autor u.a. für DIE ZEIT, Merian und das Wirtschaftsmagazin brand eins tätig.

Pressestimmen

"Das Buch ist bestens lesbar, kompakt und zugleich fundiert gehalten ... Man liest Molitors Buch gierig und findet Göring faszinierend und abstoßend zugleich. Eine ebenso fesselnde wie unheimliche Biografie."
Welt online, Marc Reichwein

"Andreas Molitor legt eine Biografie Görings auf dem neuesten Stand der Forschung vor, die ein echter Pageturner ist. Ein Glücksfall von Geschichtsschreibung."
Harald Welzer, Sozialpsychologe und Publizist

"Präzise recherchiert, spannend geschrieben – der Autor rekonstruiert und interpretiert Leben und Bedeutung des zweiten Mannes im NS-Staat. Ein beeindruckendes Stück erzählter Geschichte."
Konrad Kwiet, Historiker und Holocaustforscher

"Ein Panorama skrupelloser Gier, moralischer Verkommenheit, banalen Hedonismus' und kitschigen Narzissmus. Im spannungsreichen Wechsel von Analyse und Nahaufnahme porträtiert Molitor den gerissenen Techniker der Macht, den chaotischen Wirtschaftsdiktator, den Genussmenschen. Ein aufklärerischer Thriller."
Mathias Greffrath, Publizist und Essayist

"Mit etlichen unbekannten Details über jenen kalten Nationalsozialisten, der es vermochte, zwischen anderen NS-Größen zu schillern ... liest sich so spannend, dass man regelrecht mitgerissen wird. Fast schämt man sich für diese Euphorie, geht es doch um einen Nazi und Kriegsverbrecher."
Berliner Zeitung, Judka Strittmatter

"Kenntnisreich ... Auf breiter Quellenbasis und in guter Sachkenntnis der neuesten Fachliteratur ist hier eine gekonnt erzählte und leicht zugängliche Biographie entstanden."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Robert Gerwarth

"Ein journalistisch geschriebenes und deswegen bestens lesbares Buch. Molitor nimmt Leutseligkeit, Luxusgier und Verbrechen einer der bedeutendsten NS-Figuren ins Visier."
Platz 2 der Sachbuch-Bestenliste von WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich 1 im Oktober 2025

"Molitor gelingt es überzeugend, Göring als schillernde Persönlichkeit, aber auch als skrupellosen, maßgeblich in die Verbrechen des NS-Regimes verstrickten Gewalttäter zu porträtieren."
Deutschlandfunk Andruck, Otto Langels

"Molitor ist ein großartiges Porträt gelungen, das ein Lehrstück ist für die Folgen, die das Ausleben von Wahn in Regierungsverantwortung und das Verfolgen einer unmenschlichen Ideologie haben kann."
Kölner Stadtanzeiger, Stephan Klemm

"Molitor versteht Göring nicht als Vertreter seiner Epoche – ehrgeizig, draufgängerisch und nationalistisch wie Millionen andere junge Männer jener Zeit –, sondern konzentriert sich auf eine individualpsychologische Deutung."
Neue Zürcher Zeitung, Florian Keisinger

"Eine lohnenswerte Lektüre...Dem Autor gelingt ein überzeugendes Psychogramm Görings ... Molitor zeigt eindrücklich die Abgründe und Verbrechen Görings. Er belegt, wie stark die Propaganda den zutiefst abgründigen und grausamen Charakter zu verschleiern verstand."
Damals, Philipp Austermann
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