Zeit der Aussteiger

Eine Reise zu den Künstlerkolonien von Barbizon bis Monte Verità
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Buchprofile - Rezension
Unterwegs zu Künstlerkolonien in ganz Europa, u.a. Barbizon, Capri, Altaussee und Worpswede.
Mitte des 19. Jahrhunderts verlassen immer mehr Künstler/-innen ihr Atelier, um in der Natur zu malen und zu zeichnen. Sie erkunden nicht nur die Großstädte, sondern auch die Umgebung. Gerade hier, fernab vom Trubel der Metropolen, entwickeln sich kreative Zentren, die zum Treffpunkt für allerhand Kreative werden. Schriftsteller/-innen, Musiker/-innen und andere folgen, oft begleitet von Familie und Freunden. Das Buch besucht zehn solcher "Sehnsuchtsorte" in Europa (u.a. Barbizon, Capri, Altaussee und Worpswede) und stellt die vielen bekannten wie weniger bekannten Protagonist/-innen vor. So manches Mal entwickelten sich die Künstlertreffs zu mondänen Orten, die nicht nur zur Sommerfrische besucht wurden. Hier konnten - abseits bürgerlicher Regeln - alternative Lebensentwürfe gelebt werden, ob nun vegetarische Ernährung, Frauenemanzipation oder freie (auch gleichgeschlechtliche) Liebe. Nicht immer traf das auf Gegenliebe bei der einheimischen Bevölkerung. Die vielen Abbildungen im Text und einige Farbtafeln geben einen Eindruck vom Leben in den Kolonien und den dort geschaffenen Werken. Eine spannende und beinahe zeitlose Lektüre, die sicher auch das Interesse weckt, den einen oder anderen Ort einmal selbst zu besuchen. Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

EINE REISE ZU DEN BERÜHMTESTEN KÜNSTLERKOLONIEN - VON BARBIZON BIS MONTE VERITÀ <BR> <BR> Elf Künstlerinnen und Schriftsteller, darunter Truman Capote und Arthur Schnitzler, die Tänzerin Charlotte Bara und Alma Mahler-Werfel, führen uns zu den zehn bedeutendsten Künstlerkolonien. Wir tauchen ein in die besondere Atmosphäre von Barbizon, Worpswede, Capri oder Taormina und ziehen mit einer dort lebenden Person dann weiter in die nächste Gegenwelt bis wir am Schluss auf dem Monte Verità in Ascona angelangen. Der Schweizer Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab zeigt in einem farbigen Reigen, wie sich fernab der Ballungszentren neue Lebensstile entwickelten, lange bevor sie sich in der Gesellschaft durchzusetzen begannen Von den 1830er Jahren an bis weit ins 20. Jahrhundert hinein machen sich Menschen in ganz Europa auf, um Lebens- und Arbeitsgemeinschaften fernab der großen Städte in naturnaher, schöner, zuweilen auch wilder Umgebung zu gründen. Das Leben in Barbizon, der Mutter aller Künstlerkolonien, in Capri, Worpswede oder Ascona ist von bewusster Abgrenzung zur bürgerlichen Gesellschaft bestimmt. Die Aussteiger suchen eine Gegenwelt zur Dichte und zum Konkurrenzdruck in den Städten, zum übersteigerten Nationalismus und dem allgegenwärtigen Krisengefühl. Ohne große soziale Kontrolle entwickeln sich neue Lebensstile, die sich erst deutlich später durchzusetzen beginnen, manche von ihnen erst im 21. Jahrhundert. Dazu gehören die Frauenemanzipation und das Spiel mit verschiedenen Geschlechterrollen ebenso wie das offene Ausleben einer freieren Sexualität. Mit der Zeit entsteht ein Netzwerk von Subkulturen, das von Skagen an der Nordspitze Jütlands bis nach Tanger an der marokkanischen Küste, von der Finistère, der äußersten Spitze der Bretagne, bis nach Korfu reicht. Häufig pendeln sogar Künstlerinnen und Künstler von einem Aussteigerort zum andern. Darunter sind regelrechte Stars, aber auch nur Eingeweihten bekannte Malerinnen wie Marianne Stokes oder zu Unrecht vergessene Schriftstellerinnen wie Maria Lazar. Der Schweizer Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab hat sie zu einem farbigen Reigen arrangiert bis wir am Ende auf dem Monte Verità angelangen, wo uns der 'wilde Denker' Harald Szeemann in Empfang nimmt <BR> <BR> <BR> - Die Suche nach dem wahren Leben - eine Geschichte der Künstlerkolonien<BR> - Mit 70 teilweise unbekannten Abbildungen<BR> - Eine Reise von Ort zu Ort <BR> <BR>

Produktsicherheit

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Pressestimmen

"ein() intellektuelle[r] Reiseführer zu einer ganzen Serie (…) Aussteigerorte"
FOCUS, Uwe Wittstock

"Sein umfassendes Wissen verpackt Schwab unaufdringlich in Form von mal freundlichen, öfters ironischen, hin und wieder aber auch kritischen Plaudereien, würzt dazwischen immer wieder mit intimen Details aus dem Zusammenleben der Künstler:innen und weiß von zarten Romanzen, aber auch von dramatischen Affären zu berichten. Ganz besonders zum Flair des Buches tragen natürlich auch die Illustrationen bei."
Flaneurin, Konrad Holzer

"Schwab zeigt, wie man hier Lebensstile ausprobierte, bevor sie mehrheitsfähig wurden."
Neue Zürcher Zeitung Geschichte, Daniel Di Falco

"Zeigt (…) nebenbei, worin die Besonderheit gegenüber heutigen Aussteigertrends besteht." Die WELT, Marianna Lieder

"Eine unterhaltsame Reise durch die bekanntesten Künstlerkolonien des 19. und 20. Jahrhunderts." Frankfurter Neue Presse

"Heftet sich (…) an die Fersen von Jean-François Millet, Alma Mahler-Werfel, Arthur Schnitzler, Truman Capote oder Charlotte Bara. (…) Was er dort vorfindet? Freiheit, Selbstsuche und neue, obendrein ,gesunde‘ Lebensweisen." Der Standard, Michael Wurmitzer

"In ‚Zeit der Aussteiger‘ unternimmt Andreas Schwab eine unterhaltsame Reise durch die bekanntesten Künstlerkolonien des 19. und 20. Jahrhunderts. Interessant ist sein Ansatz, vor allem dem Einfluss der Frauen in diesen Kolonien nachzuspüren." Kölner Stadt-Anzeiger

"Gut recherchiertes, lebendig geschriebenes Sachbuch." ART, Barbara Hein

"Die Schilderungen der jeweiligen Aufenthalte fügen sich quasi nebenbei zu einer Kulturgeschichte der intellektuellen Beziehungen. Sie sind angereichert mit vielen historischen Aperçus über den «gemeinsamen Kulturraum Europa» mitten in der Hochzeit des Nationalismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert – und auch voll von Anekdotischem, das die hehren Ansprüche der Aussteiger bisweilen relativiert." Neue Zürcher Zeitung, Clemens Klünemann

"Der Historiker Andreas Schwab inspiziert Künstlerkolonien. Er vergleicht die Posen der Selbstdarstellung in den sozialen Medien mit jenen der Aussteiger vor über hundert Jahren." Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Alexander Sury

"Launig, recht unterhaltsam (…) anekdotisch reichhaltig unterfüttert." Buchkultur, Alexander Kluy

"Der Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab hat die alternativen Orte zu einem farbigen Reigen arrangiert."
SRF, Irene Grüter

"Eine unterhaltsame Reise durch die bekanntesten Künstlerkolonien des 19. und 20. Jahrhunderts."
Gießner Allgemeine

"Es ist wirklich hinreißend hier. Wir genießen beide den Frieden und das ruhige Leben auf dem Land."
Marie Krøyer

"Spannende Geschichten, die weit über die Region hinausgehen – Lektüre, die sich für alle lohnt."
Börsenblatt, Matthias Glatthor, Stefan Hauck
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