Sie nannten es Arbeit

Eine andere Geschichte der Menschheit
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Buchprofile - Rezension
Die Bedeutung von Arbeit in der Geschichte der Menschheit.
Unser Wirtschaftssystem beruht auf dem Knappheits-Paradigma: Da wir nicht im Schlaraffenland leben, müssen wir arbeiten, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Aber diese Bedürfnisse sind anscheinend grenzenlos, und so arbeiten wir immer mehr und fühlen uns überlastet. Der britische Sozialanthropologe Suzman lotet in einem Ritt durch die Weltgeschichte unser Verhältnis zur Arbeit aus. Er nimmt an, dass während 95 Prozent der Entwicklungsgeschichte von Homo sapiens Nahrung generell im Überfluss vorhanden war und so nur wenig Arbeit geleistet werden musste. Erst seit der Mensch zu Ackerbau und Viehzucht sowie zur Vorratswirtschaft und Sesshaftigkeit übergegangen sei, drehe sich alles um die Arbeit. Der Autor schlägt einen weiten Bogen vom Leben der ursprünglichen Jäger- und Sammlergesellschaften (ausführlich dokumentiert am Beispiel der Ju/´Hoansi-"Buschmänner" der südafrikanischen Kalahari) über die "landwirtschaftliche Revolution" und "industrielle Revolution" bis zur postindustriellen Gesellschaft. Er plädiert angesichts der künftigen Möglichkeiten von Robotik und Künstlicher Intelligenz für ein neues Verständnis von Arbeit in einer "postkapitalistischen Wirtschaftsordnung", die auf Nachhaltigkeit basiert. - Das informative, mit Geschichten und Anekdoten angereicherte Sachbuch führt geistreich durch Geschichte und Ideengeschichte der menschlichen Arbeit und eignet sich schon für etwas größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

VOM FAUSTKEIL ZUM HANDY - DIE GESCHICHTE DER MENSCHHEIT NEU ERZÄHLT<BR><BR>Heute bestimmt unsere Arbeit, wer wir sind, und das rastlose Konsumieren gilt als natürliche Eigenschaft des Homo Sapiens. Doch das war nicht immer so. James Suzman legt eine andere Geschichte der Menschheit vor, die zeigt, wie die Arbeit von uns Besitz ergreifen und unser Leben dominieren konnte. Doch wenn unsere Art zu arbeiten ein Produkt unserer Geschichte ist, dann lässt sie sich auch verändern. Arbeit ist der Kern unserer modernen Gesellschaften. Doch warum überlassen wir ihr einen so großen Teil unseres Lebens? Und warum arbeiten wir immer mehr, obwohl wir so viel produzieren wie noch nie? Entspricht das unserer Natur? Warum fühlen sich dann immer mehr Menschen überlastet und ausgebrannt? <BR><BR>Unsere Steinzeit-Vorfahren arbeiteten weit weniger als wir. Sie arbeiteten, um zu leben und lebten nicht, um zu arbeiten. Und dennoch waren sie relativ gesund und wurden älter als die meisten Menschen, die ihnen nachfolgten. Erst die Sesshaftwerdung des Menschen und die zunehmende Arbeitsteilung in immer größer werdenden Städten schufen die Grundlage für unser heutiges Verhältnis zur Arbeit, zu unserer Umwelt und zu uns selbst. Doch was damals für das Überleben notwendig war, ist es in unserer heutigen Überflussgesellschaft längst nicht mehr. James Suzman liefert ein beeindruckendes Panorama von der Steinzeit bis zur Gegenwart, und lässt uns eine Welt neu denken, in der die Wachstumsideologie nicht mehr unser Leben und unseren Planeten aussaugt.<BR><BR> - Wie entstand unser heutiges Verständnis von Arbeit?<BR> - Von den Anfängen des Lebens bis zur automatisierten Gegenwart<BR> - Warum wir mehr arbeiten, als wir bräuchten<BR> - Historische Aufklärung für die Nach-Corona-Zeit<BR> - Arbeit und Wirtschaft neu denken<BR> - Für Leser:innen von Rutger Bregman und Yuval Noah Harari

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