Erinnerungsorte des Christentums

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Buchprofile - Rezension
Exemplarische Orte, an denen christliche Geschichte gegenwärtig wird.
Historie hat es nicht nur mit Zeiten zu tun; auch Orte, an die sich bestimmte Erinnerungen knüpfen, wollen "besehen" und in die Gegenwart hereingenommen werden. Dieser Sammelband nimmt sich Orte vor, die für das Christentum von höchster Bedeutung sind: "Zentralorte" wie Bethlehem, Jerusalem, Rom oder (nicht nur für Katholiken schwer nachvollziehbar, da anmaßend und Spaltungen vertiefend) Wittenberg und Konstantinopel; "reale", kirchengeschichtlich wichtige Orte wie Montecassino, Fulda, Altötting oder Assisi und schließlich "übertragene Orte", etwa das Kreuz, das Pfarrhaus oder die Kanzel, die Familie oder die Katholikentage. Das breite Themenspektrum hat die Herausgeber veranlasst, auch die Auswahl der Autoren - jeder ein Fachmann auf seinem Gebiet - sehr breit anzulegen: Da referiert z.B. exzellent der Mittelalterhistoriker S. Weinfurtner über die weltgeschichtliche Bedeutung Canossas, heute nur mehr eine fast verwehte Ruine; und der evangelische Theologe C. Albrecht stellt die interessante Hypothese auf, dass es in Taizé gerade der fahrlässige Umgang mit der eigenen Geschichte gewesen sei, der diesen Erinnerungsort bewahrt und ihm eine zeitlose Gegenwärtigkeit verliehen habe. Leider liegt der Vorzug dieses Buches etwas einseitig auf dem Text, und der Leser hätte sich ein umfangreicheres und aufwendigeres Bildmaterial gewünscht - jedenfalls von den "realen" Orten. Dennoch ein gelungener Zugang zur christlichen Geschichte.
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Artikelbeschreibung

Hubert Wolf und der evangelische Theologe Christoph Markschies haben für diesen Band 42 "Orte" zusammengestellt, die heute als die wichtigsten Fixpunkte christlicher Erinnerung - aber auch der Vergegenwärtigung des Christentums durch Nicht-Christen - gelten.

Renommierte Theologen, Historiker und Journalisten beschreiben in glänzenden Essays 7 christliche "Erzorte" wie Rom, Konstantinopel und Wittenberg, 14 weitere geographische Orte wie Assisi, Bethel und Taizé sowie 21 symbolische Orte wie Kreuz, Gesangbuch oder Bibel. Das Ergebnis ist eine lehrreiche und kurzweilige Einführung in die christliche Religion, die verstehen lässt, warum Erinnerungsorte im Zentrum des Christentums stehen und Grundlage seiner kulturellen Bedeutung sind.


Kardinal Walter Kasper: Rom
Wolfgang Huber: Wittenberg
Martin Tamcke: Konstantinopel
Klaus Bieberstein: Jerusalem
Ulrich Köpf: Assisi
Jan Rohls: Genf
Alexander Smoltczyk: Regensburg
Christian Albrecht: Taizé
Arnd Brummer: Medien
Reinhold Hartmann: Der Fernseher
Wolfgang Brückner: Heiliges Blut
Hubert Wolf/Christoph Markschies: Sankt Martin
Étienne François:Kirchen

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