Malnata

Roman - "Dieses Buch ist wie eine Stichflamme und hat mich komplett entzündet." Mareike Fallwickl
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Buchprofile - Rezension
Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft im Italien der 1930er-Jahre.
Der Beginn des Romans ist schockierend: eine versuchte Vergewaltigung und ein Totschlag - beides wird erst am Schluss aufgeklärt. Die Autorin beschreibt, wie zwei junge Mädchen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten sich anfreunden: Francesca und Maddalena, die „Malnata“, die Unheilbringende also, genannt wird, stammen aus unterschiedlichen Milieus, hätten sich eigentlich nie treffen und anfreunden sollen: Francescas Familie ist gutbürgerlich, die Mutter Anhängerin des Faschismus, der Vater kämpft nach der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren um seine kleine Fabrik. Maddalena dagegen hat eine große Familie, die arm ist. Sie gilt als Außenseiterin im Ort. Doch in Maddalenas Familie erlebt Francesca zum ersten Mal Wärme und Zuneigung, erfährt, dass auch ein Mädchen seine Meinung sagen kann, dass man gesellschaftliche Regeln auch brechen, Verbote ignorieren und sich auflehnen kann, und dass „Worte gefährlich sind“. Die Freundinnen verbringen einen glücklichen Sommer 1935 an den Ufern des Flusses und besuchen dann zusammen die Schule, wobei Francesca „die wirklich wichtigen Dinge“ von Malnata lernt. Als Malnatas Schwester Donatella schwanger wird und ihr Verlobter sie verlässt, beschließen die Mädchen, ihr zu helfen und für Gerechtigkeit zu sorgen - mit schlimmem Ausgang. Ein eindrucksvolles Romandebüt einer sehr jungen italienischen Autorin, das ein wenig an Elena Ferrante erinnert, in dem Zeitgeschichtliches der 1930er-Jahre mit der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft verbunden wird. Sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Eine junge Frau mit einem unbeugsamen Willen. Und eine Gesellschaft, die versucht, sie zu brechen.

Unter der sengenden Sonne der Lombardei im Jahr 1935 begegnet Francesca zum ersten Mal Maddalena, die von allen im Ort nur »Malnata« genannt wird: »Die Unheilbringende«. Francesca - zu Konformität und Gehorsam erzogen - ist sofort fasziniert von dem barfüßigen Mädchen, dessen Hände immer schmutzig sind, die Augen voller Trotz. Entgegen allen Warnungen freundet sich Francesca mit Maddalena an und lernt mit der Zeit, den Lügen der Erwachsenen zu misstrauen. Doch in einer Gesellschaft, die keinen Platz hat für weibliches Freiheitsdenken, ist jedes falsche Wort und jede unfolgsame Tat eine Gefahr ...

Ein aufsehenerregender, vom Feuilleton hochgelobter Roman über die Macht weiblicher Selbstbestimmung und eine Hymne an die Kraft der Freundschaft. Beatrice Salvionis Debüt sorgte nicht nur in Italien für große Aufmerksamkeit, wo es wochenlang auf der Bestsellerliste stand: »Malnata« wird in 35 Sprachen übersetzt.

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Personeninformation

Beatrice Salvioni, geboren 1995, studierte Literatur an der Universität Mailand und besuchte dann in Turin die renommierte Schreibschule Holden, gegründet von Alessandro Baricco. Sie hat bereits mehrere Erzählungen geschrieben, von denen eine mit dem Premio Calvino ausgezeichnet wurde. 2021 erregte das literarische Debüt der jungen Autorin große internationale Aufmerksamkeit. »La Malnata« wurde noch vor Erscheinen in Italien zu einem literarischen Ereignis und verkaufte sich innerhalb weniger Wochen in 20 Länder; inzwischen sind es 35. Anja Nattefort, geboren 1968, lebt als literarische Übersetzerin in Berlin. Sie hat u. a. Romane von Elena Ferrante, Alessandro Baricco, Valeria Parrella, Pascale Hugues und Faïza Guène ins Deutsche übertragen.

Pressestimmen

»Lebendig geschrieben.« Gong, Hörzu
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