Der Gärtner von Wimbledon

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Buchprofile - Rezension
Geschichte einer jungen Liebe, die sich den gesellschaftlichen Konventionen des frühen 20. Jh. widersetzt.
Henry Evans, ein vierzehnjähriger Junge aus einer einfachen Londoner Arbeiterfamilie, zieht nach dem frühen Tod der Mutter gemeinsam mit seinem Vater auf ein herrschaftliches ländliches Anwesen in der Nähe von Bedford. Der Vater hat auf Blake Hall eine Anstellung als Gärtner gefunden, die den beiden ein sicheres Einkommen und bessere Wohnverhältnisse bietet. Es ist das Jahr 1938 und der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten voraus. Für Henry werden die kommenden Jahre trotzdem die schönsten seines Lebens. Er freundet sich mit Rose, der gleichaltrigen Tochter des Gutsbesitzers an, einer selbstbewussten jungen Dame mit einer großen Leidenschaft für Tennis. Aus Freundschaft wird die erste zarte Liebe, auch wenn sie aufgrund der Standesunterschiede von Anfang an geheim gehalten werden muss. Im Bewusstsein, dass ihre Liebe vor der Gesellschaft keinen Bestand haben kann, spinnen die beiden Jugendlichen Zukunftsträume, in denen Rose als berühmte Tennisspielerin weiterhin auf Blake Hall wohnen und Henry das Erbe seines Vaters als Gärtner des Anwesens antreten wird. Natürlich wird Rose auch jedes Jahr an den Turnieren in Wimbledon teilnehmen und Henry als ihr Bewunderer im Publikum sitzen. Doch dann muss Henry als Soldat in den Krieg und die jungen Liebenden werden getrennt. Wird ihre Verbindung diesen schweren Zeiten standhalten? - Ein leicht lesbarer, in angenehm kurze Kapitel aufgeteilter Unterhaltungsroman über eine rührende Liebe, die nie hätte sein dürfen und doch ein ganzes Leben überdauert. Trotz des tragischen gesellschaftlichen Hintergrunds eine eher beschwingte, leichte Lektüre.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Henry Evans hat sich 50 Jahre lang um den berühmten Rasen von Wimbledon gekümmert, immer in der Hoffnung, dass auch Rose, die Frau, die er seit Jahrzehnten aus der Ferne liebt, irgendwann wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Bleibt die Frage, ob ihre Standesunterschiede und gegensätzlichen Lebensentwürfe im Alter weniger relevant sein würden. Eine zauberhafte Liebesgeschichte vor dem wechselhaften Panorama des 20. Jahrhunderts.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Großbritannien 1938. Für die junge Rose Blake ist Wimbledon der Ort, an dem ihr größter Traum in Erfüllung gehen könnte. Doch die Zeit ist nicht reif: Wenn es nach ihren Eltern geht, und in der Regel geht es nach ihren Eltern, soll Rose eine gute Ehefrau werden und keine Profi-Tennisspielerin. Für Henry Evans ist Wimbledon der Ort, an dem er und Rose sich so nah gekommen sind wie nirgendwo sonst. Denn die beiden Teenager trennen Welten: Rose, Tochter aus besserem Hause, spielt Chopin auf dem Klavier und lernt Französisch, Henry, dessen Mutter viel zu früh verstorben ist, gehört zum Hauspersonal: Er wohnt nur auf dem Anwesen, weil sein Vater bei Familie Blake als Gärtner angeheuert hat. Und doch führt das Leben Rose und Henry zusammen. Er darf ihr Balljunge sein, sie bringt ihm Tennis bei, er nimmt sie auf seinem Fahrrad mit. Sie freunden sich an, sie verlieben sich. Bis der Krieg sie schmerzlich trennt. Henry geht den für ihn einzig denkbaren Weg: Er wird der Gärtner von Wimbledon - und bleibt es fünfzig Jahre lang. Immer in der Hoffnung, dass auch Rose eines Tages zurückkehren wird ...

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Personeninformation

JANE CRILLY, geboren 1972 in einem kleinen Städtchen in Südengland, wollte schon früh ihre Heimat hinter sich lassen. Vorfreudig hat sie ihre Au-pair-Zeit herbeigesehnt, um dann bitter enttäuscht zu werden: von der schrecklichen Gastfamilie und ihren noch schrecklicheren Kindern. Trost gespendet hat allein die pâtisserie, die sie durch das vielleicht einsamste Jahr ihres Lebens getragen hat. Später studierte Crilly mit deutlich größerer Begeisterung Kunstgeschichte und arbeitete in verschiedenen Galerien. Ihr größte Leidenschaft gilt allerdings der Literatur, ihre Lieblingsautorin ist Nancy Mitford. Lange schrieb Crilly nur für die Schublade, »Der Gärtner von Wimbledon« ist ihr erster Roman. Heute lebt Crilly mit ihrer Englischen Bulldogge Headache und ihrem Mann zwischen London und Cambridge.

Pressestimmen

»Eine zauberhafte Geschichte um Kindheit und Freundschaft, eine große Liebe und die niemals sterbende Hoffnung.« Michael Niehus / Bild am Sonntag

»Trotz der Schwere der Themen strahlt es eine Leichtigkeit aus, die sich wie Balsam auf meiner literarischen Haut anfühlt.« Dunja Brala / Instagram @dunis.lesefutter

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