Sommerwasser

Roman
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Buchprofile - Rezension
Feriengäste trotzen dem Dauerregen, bis auf dem Campingplatz ein Brand ausbricht.
Mehrtägiger Regen bremst die Familien und Paare, die Holzhütten an einem schottischen See gemietet haben, in ihren Aktivitäten aus. Man hockt dicht auf dicht in den kleinen Häusern; manches Familienproblem schwappt nach oben, wenn Kinder ein Zimmer teilen müssen oder Pubertierende sich körperlich nicht ausreichend betätigen können. Zwangsläufig schaut man häufiger als sonst, was die Nachbarn so treiben. Ein Stein des Anstoßes ist eine Familie wohl osteuropäischer Herkunft, die mit lauter Musik feiert. Das stört viele; ein Vater macht sich deshalb mit dem Töchterchen auf den Weg, um sie zu geringerer Lautstärke aufzufordern. Er wird herzlich aufgenommen und trinkt Bier mit ihnen; einige andere aus der Ferienkolonie folgen seinem Beispiel. Doch plötzlich bricht ein Brand in der Hütte aus. Alle versuchen mit den Feuerlöschern der Hütten das Feuer zu bekämpfen, auch die Feuerwehr rückt von weit her an. - Schweres Grau liegt über der Landschaft. Es drückt eindeutig aufs Gemüt, vermittelt die Autorin über viele Seiten, in denen sie die unterschiedlichen Verhaltensweisen akribisch schildert. Immer wieder lässt sie die leisen Vorwürfe und Vorurteile gegen die nicht-britischen Gäste aufflackern. Es wirkt schon ein wenig erstaunlich, wie schnell trotzdem beim Ausbruch des Feuers gehandelt wird. Das Buch ist das Gegenteil der beliebten heiteren Urlaubsromane und auf seine Art eine Hommage an die grandiose Natur Schottlands.
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Artikelbeschreibung

Der Regen trommelt auf den schottischen See, schluckt das Licht des langen Sommertages und lässt die Pfützen brodeln. Hinter den Fenstern der wenigen Ferienhütten bleibt kaum etwas zu tun, als die Nachbarn zu beobachten.Während die Stunden fast unmerklich vergehen, formen die Urlaubsgäste aus flüchtigen Eindrücken ihr Urteil. Über die Mutter, die bei Tagesanbruch in ein paar kostbare Stunden Einsamkeit flüchtet. Den Jungen, der den windgepeitschten See seinen nervtötenden Eltern vorzieht. Und vor allem über diese eine Familie mit dem komischen Nachnamen, die hier einfach nicht hingehört.Mit Witz und Einfühlungsvermögen erzählt Sarah Moss von der menschlichen Fähigkeit zu Grausamkeit und Güte.

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Pressestimmen

»Eine meisterhafte Spannungsstudie. Sarah Moss erinnert uns daran, dass unsere Gesellschaft immer nur knapp an der Katastrophe vorbeischrammt.« Benjamin Myers
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