Vielleicht ist die Liebe so

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Buchprofile - Rezension
Eine dominante Mutter hat alles für ihren Suizid geregelt, die Menschen um sie herum müssen damit klarkommen.
„Die Abkürzung (aus dem Leben) zu nehmen“, empfindet Anja, Mitte 40, als Betrug an ihr als Tochter. Sie kann ihre Mutter nicht umstimmen, die ohne erkennbare Krankheit sehr frühzeitig im Schweizer Rechtssystem klärt, dass sie autonom und selbstbestimmt aus dem Leben scheiden will. Anja wird mehr zum Termin hinzukommandiert als eingeladen: So war es meist in der Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Diese kann der Mutter, Witwe eines ehemaligen Stardirigenten, im Leben nichts recht machen. Der Abbruch einer Schauspielerinnenkarriere, die Trennung von einem die Mutter mit Komplimenten überhäufenden Freund oder die Tätigkeit als Kellnerin – nichts passt der Mutter ins Bild. Deren bester Freundin Nelly geht es ähnlich. Sie war oft die Ersatzmutter für Anja und stirbt aus Gram über das, wie sie findet, egoistische Vorgehen der Freundin. Anja wird deutlich, dass sie das Muster ihrer Familie, dass die Töchter sich für die Unzufriedenheit der Mütter verantwortlich fühlen und sich deshalb für den Freitod entscheiden, durchbrechen will. Erste Versuche, sich aus der eigenen mangelnden Selbstachtung zu befreien und sich den mütterlichen Wünschen zu widersetzen, sind ein unbestellter Abschiedsbrief und die Entscheidung, den letzten Wunsch der Mutter, ihren Hund umzubringen, nicht zu erfüllen, sondern mit ihm weiterzuleben. – Katja Früh (*1953) gelingt mit ihrem ersten Roman ein großer Wurf. Für das schwere Thema Suizid konfrontiert sie die Suchbewegung einer verängstigten Tochter mit einer von den Müttern dominierten Familiengeschichte. Viele Abwägungen über das individuelle Selbstbestimmungsrecht zum Suizid kommen in ihren Pro und Contra-Aspekten im Rahmen der immer wieder auch makaberen Handlung zur Sprache. – „Gerne“ empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»Der Termin ist am 18. Februar um vier. Trag dir das ein!«, sagt Anjas Mutter und schlürft genüsslich ihre Won-Ton-Suppe. Sie meint damit weder Friseur noch Zahnarzt, sondern ihr eigenes Ableben. Anja, Anfang vierzig, früher Schauspielerin, nun Barkeeperin, wirft diese Ankündigung aus der so oder so ungeraden Bahn, auch wenn das Verhältnis zu ihrer eigenwilligen Mutter schon immer kompliziert war und sie unentwegt um Abstand und ihr eigenes Leben und Lieben ringt. Und außerdem: Was soll denn nur aus Mamas Hund werden?

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Personeninformation

Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978, fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie 'Lüthi und Blanc') und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für 'Das Magazin' des Tages-Anzeiger. 'Vielleicht ist die Liebe so' ist ihr erster Roman.

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