Paradise Garden

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Buchprofile - Rezension
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter begibt sich die 14-jährige Billie auf die aufregende Suche nach ihrem Vater.
Billie ist 14, als sie ihre Mutter Marika durch einen tragischen Unglücksfall verliert. Eigentlich sollte es ein wunderbarer Sommer werden. Durch einen Glücksspiel-Gewinn haben Mutter und Tochter endlich die finanziellen Mittel, sich einen Traum zu erfüllen. Mit ihrem alten Nissan wollen sie nach Frankreich fahren, um Urlaub am Meer zu machen. Kurz vor der Abreise kündigt sich jedoch die Großmutter aus Ungarn an und will betreut werden, da sie krank sei. Marikas Beziehung zu ihrer Mutter ist schwierig, es kommt zum Streit mit dramatischem Ausgang. Billie erzählt von dem Geschehen, blickt zurück auf die glückliche Zeit mit der Mutter, von der Armut, die Marika fantasievoll überspielte, aber auch von den offenen Fragen zu ihrer Vergangenheit. Lebenstüchtig hat Marika ihre Tochter erzogen und nachdem Billie im Nachlass ihrer Mutter Hinweise auf den Wohnort ihres Vaters gefunden hat, schnappt sie sich kurzerhand den Nissan und fährt Hunderte von Kilometern an die Nordsee. Auf ein spannendes Abenteuer lässt sie sich ein, um das Geheimnis um ihre Herkunft zu lüften. All denjenigen, die das Buch erschrocken vom ersten Satz "Meine Mutter starb diesen Sommer." wieder beiseitelegen wollen, sei die weitere Lektüre dringend empfohlen. Schnörkellos, mit gelungener Balance zwischen Traurigkeit und feinem Humor ist der Autorin ein wunderbarer Roman gelungen zum Eintauchen und am Ende unwillig, aber auch besänftigt wieder aufzutauchen. Zu Recht steht er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2023. Unbedingte Leseempfehlung!
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Für Billie ist ihre Mutter der beste Mensch der Welt. Als sie stirbt, driftet sie orientierungslos und krank vor Trauer umher.

„Meine Mutter starb in diesem Sommer.“ Der erste Satz dieses Romans lässt keinen Zweifel daran, dass Elena Fischer für ihre junge Protagonistin Billie eine schmerzhafte Zeit bereithält, denn „14 ist ein beschissenes Alter, um seine Mutter zu verlieren“. Vor allem, wenn die Mutter so ein besonderer Mensch war wie die mutige, spontane und großzügige Marika. Die Trauer lähmt die kluge Billie, doch dann beschließet sie, gegen alle Regeln der Vernunft, nach ihrem unbekannten Vater zu suchen, über den die Mutter nie reden wollte. Ein berührender und sprachschöner Debütroman übers Erwachsenwerden und von der Suche nach Herkunft und Zugehörigkeit.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los - sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.

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Personeninformation

Elena Fischer, geboren 1987, hat Komparatistik und Filmwissenschaft in Mainz studiert, wo sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Debüt 'Paradise Garden' wurde sofort zum Bestseller und 2023 für den Deutschen Buchpreis sowie den Debütpreis des Harbour-Front-Literaturfestivals nominiert. 'Paradise Garden' ist bereits in 15 Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

»'Paradise Garden' ist ein so trauriger wie tröstlicher Coming-of-Age-Roman.« Andrea Gerk / WDR 3 WDR 3
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