Ein Fest für alle

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Buchprofile - Rezension
In der Nachtigallstraße erleben Sami und Lia ein Weihnachtsfest der besonderen Art.
Während in vielen Familien "an einem Tag im Winter" groß gefeiert wird, langweilen sich Sami und Lia. Lias Mutter muss arbeiten und bei Sami wird ein anderes Fest gefeiert, also spielen die beiden Ball auf der Straße. Doch der Ball fliegt in den Garten des grantigen Herr Holzspan. Als sie ihn zurückholen wollen, stellen sie fest, dass die Haustür offen steht. Also gehen sie hinein und finden Herrn Holzspan schimpfend im Wohnzimmer: "Was wollt ihr denn hier? Ich habe heut Freinachten und will niemanden sehen!" Die Kinder wundern sich und bemerken gerade noch rechtzeitig, dass der Brei auf Herrn Holzspans Herd fast anbrennt. Wider Erwarten lädt der alte Mann sie zum Essen ein und Sami fragt nach den Hundebildern und der Hundeleine an der Garderobe, und Herr Holzspan erzählt von seinem Hund Rocko, der vor langer Zeit weggelaufen ist. "Damit er wieder zurückkommen kann, steht die Tür immer offen". Die Kinder wollen Herrn Holzspan trösten und verbringen noch eine ganze Weile mit ihm, machen Zinn-Gießen und stellen schließlich fest, dass es draußen schneit. Zusammen mit allen Nachbarn gehen sie auf die Straße und feiern "Schneinachten", und Herr Holzspan beginnt plötzlich zu lächeln … – Das Bilderbuch erzählt aus einer anderen Perspektive vom eigentlichen "Sinn" des Weihnachtsfestes, ohne Kitsch und Pathos, aber mit vielen emotionalen Aspekten, an die Kinder anknüpfen können. Die kulturelle Vielfalt der Familienfeste wird nur im Buchdeckel ausdrücklich thematisiert, wo auch klar wird, dass Sami einen muslimischen und Lia einen jüdischen Hintergrund hat. Das Buch bietet viele Gelegenheiten, um über Traditionen, Menschlichkeit und Mitgefühl ins Gespräch zu kommen. Eine große Bereicherung für jede Weihnachtssammlung! Geeignet ab ca. 6 Jahren.
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Vera Lang empfiehlt:

Was machen eigentlich diejenigen, die keine Christen sind, am Heiligen Abend? Während ihre Freunde in der Nachtigalstraße gemeinsam mit ihren Familien zuhause feiern, erleben Lia und Sami gemeinsam mit ihrem anfangs griesgrämigen, doch schon bald liebenswürdigen Nachbarn Herrn Holzspan zuerst Frei-, dann Brei-, Blei-, Schrei und schließlich Schneinachten, zu dem sich dann auch alle anderen Menschen der Straße versammeln und gemeinsam feiern. Am Ende der Geschichte geben einige Kinder der Nachtigalstraße einen Einblick, welche religiösen Feste sie am liebsten feiern. Ein gelungener Bilderbuchspaß ab 5 Jahren.

Vera Lang, Buchberaterin Kinder- und Jugendbuch

Artikelbeschreibung

Nicht jedes Kind feiert Weihnachten: ein Winterfest für die ganze Straße, über alle Religionen und Unterschiede hinweg

Sami und Lia langweilen sich. Die anderen Kinder in ihrer Straße kommen nicht zum Spielen raus, weil sie mit Weihnachtenfeiern beschäftigt sind. Und dann schießen die zwei auch noch ihren Fußball in den Garten des grummeligen alten Nachbarn, dem man eigentlich lieber aus dem Weg geht. Natürlich stapfen sie trotzdem los, um den Ball zu holen - und erleben einen ganz anderen Abend als gedacht. Der endet in einem wunderbaren Straßenfest, als plötzlich die ersten Schneeflocken des Jahres vom Himmel fallen ...

Eine winterlich-schöne Nachbarschaftsgeschichte ab 5 Jahren - einfühlsam, mit feinem Humor und auf Augenhöhe für Kinder erzählt

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Anschrift: Ritterstraße 3
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Personeninformation

Maike Harel ist in Köln geboren und hat danach in verschiedenen Ländern auf drei Kontinenten gelebt, bis sie in Berlin gelandet ist. Für ihre drei Kinder denkt sie sich Geschichten aus - und inzwischen auch für alle anderen. Außerdem ist sie als Übersetzerin aus dem Englischen und Hebräischen tätig.

Laura Bednarski studierte Design und Illustration an der Fachhochschule Münster und der HAW Hamburg. Heute arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin für verschiedene Verlage. Zum Zeichnen braucht sie eigentlich immer ein gutes Hörbuch und viele Tassen Tee. Sie lebt mit ihrer Familie in Lingen im Emsland.

Pressestimmen

Die Bilder transportieren die besondere Atmosphäre in dieser dunklen Jahreszeit, die von den Menschen mit warmen Lichtern erhellt wird. Abgesehen davon liegt der Fokus aber nicht auf Weihnachten, sondern auf der Vielfältigkeit und der Nachbarschaftlichkeit. Es werden auch diejenigen sichtbar gemacht, die niemanden haben, um zu feiern. Martina Mansoor, bn.bibliotheksnachrichten Martina Mansoor Bayerischer Rundfunk 20240903
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