Was ist ein lebenswertes Leben?

Band 11382
Philosophische und biographische Zugänge
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Buchprofile - Rezension
Denkanstöße, was ein lebenswertes Leben ausmacht.
Auch wenn die Bewertung des lebenswerten Lebens auf der individuellen, subjektiven Einstellung beruht, bringt die Autorin, begründet durch die persönliche Erfahrung mit ihrer behinderten Tochter, neue Aspekte ins Spiel. Sie zeigt mit Beispielen, wie Behinderte über lebenswertes Leben denken, was die Gesellschaft für ein "würdiges Leben" im Falle einer Behinderung tun kann und welche Normen und Werte auf die Beurteilung des lebenswerten Lebens einwirken. Sie diskutiert die Frage der Autonomie, die philosophische Sicht mit eingeschlossen, beleuchtet den Zusammenhang zwischen Krankheit und dem Sinn im Leben eines Menschen und stellt sich den Problemen der genetischen Tests und der pränatalen Diagnostik, der Situation bei Demenz und dem Sinnverlust im Suizid. Das sehr empfehlenswerte Essay mit den vielen biographischen Notizen und den philosophischen und ethischen Reflexionen regt zum Nachdenken an und eröffnet neue Sichtweisen über lebenswertes Leben.
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Artikelbeschreibung

»Die Frage nach dem lebenswerten Leben ist eine Grundfrage des Menschen. Sie ist Ausdruck dessen, dass Menschen ihr Leben nicht nur leben, sondern auch bewerten wollen und können. Somit ist sie Teil der menschlichen Selbstreflexion.«Was macht ein Leben lebenswert? Eine heikle, eine ungeheuerliche Frage - denn der Gedanke an 'unwertes Leben' oder ein 'verwirktes Recht auf Leben' liegt nicht fern. Jeder Versuch einer Antwort muss deshalb persönliche Empfindungen und Perspektiven mit einbeziehen. In ihrer philosophischen Reflexion geht Barbara Schmitz eindringlich von ihrem eigenen biographischen Erleben aus: Sie hat eine Tochter mit einer Behinderung und war von Suizid in der Familie betroffen.Ihr Essay liefert Denkanstöße für gesellschaftliche Debatten und für das eigene Leben: Welche ethischen Vorstellungen prägen unsere Normen? Wie gehen wir mit den Bildern eines lebenswerten Lebens um? Wer der Autorin auf verschiedenen philosophischen Pfaden folgt, wird am Ende seine ganz eigene Antwort auf diese große Frage finden können.

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Personeninformation

Schmitz, BarbaraBarbara Schmitz, geb. 1968, ist habilitierte Philosophin. Sie lehrte und forschte u. a. an den Universitäten in Basel, Oxford und Princeton. Sie lebt als Privatdozentin, Lehrbeauftragte und Lehrerin in Basel.

Pressestimmen

»Ein engagiertes, warmherziges Plädoyer, statt nach dem 'Sinn des Lebens' nach dem 'Sinn im Leben' zu schauen.« chrismon, Ausgabe 03/2022 »Ein sehr lesenswertes und anrührendes Buch.« chrismon »Sprachstunde«, 16.03.2022 »Ein kluges und anregendes Buch.« ekz »Der sehr empfehlenswerte Essay mit vielen biografischen Notizen und philosophischen und ethischen Reflexionen regt zum Nachdenken an und eröffnet neue Sichtweisen auf lebenswertes Leben.« Buchprofile »Über die informierte Expertise und Analyse hinaus berührt das Buch durch reflektiertes Angefasstsein - im philosophischen Fach ist das sonst selten.« DER TAGESSPIEGEL »Ein aufschlussreiches Buch zu einer schwierigen Frage: In nachdenklichem Ton beleuchtet Barbara Schmitz brisante Fragen und verknüpft persönliche Erfahrungen mit fachlichen Einblicken.« KNA »Wann ist ein Leben lebenswert? Philosophin Barbara Schmitz kritisiert: Diese Frage wird von der Philosophie vernachlässigt. Sie plädiert dafür, öfter Menschen mit Behinderung, Krankheit und Suizidgedanken zuzuhören und von ihnen zu lernen.« Süddeutsche Zeitung »Sehr berührend« WDR 3 »Gutenbergs Welt«, 09.04.2022
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