Reisen im Mittelalter

Unterwegs mit Pilgern, Rittern, Abenteurern
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Buchprofile - Rezension
Unterwegs zu Sehnsuchtsorten des Mittelalters.
Der britische Historiker nimmt Leserinnen und Leser mit auf überaus interessante Reisen, die tiefe Einblicke in das Unterwegssein in fremden Ländern und darüber hinaus in das religiöse wie gesellschaftliche Leben im späten Mittelalter vermitteln. Basierend auf überlieferten Berichten von Pilgern, Mönchen, Rittern, Handelsreisenden... gestaltet er ein faszinierendes, fundiertes, farbiges, lebendiges und gut lesbares Panorama des ausgehenden Mittelalters. Dabei erfährt man, wie die meist langen Reisen im Allgemeinen abliefen, welche immensen Vorbereitungen - u.a. Routenplanung, Unterkünfte, finanzielle Abdeckung - notwendig, welche Schwierigkeiten bzw. Unwägbarkeiten zu berücksichtigen waren, welche Gefahren lauern könnten und wo man im Falle von Krankheit Hilfe erhalten würde. Detailliert und anschaulich schildert Bale die meist widrigen Zustände, die die Reisenden in den damaligen "Touristenhochburgen" vorfanden und es ist erstaunlich, wie sich z.T. bei Sehenswürdigkeiten, in Kirchen und Klöstern Parallelen zur Gegenwart finden lassen - und das nicht nur beim Besucheransturm, sondern auch bei amtlichen Maßnahmen. So quoll z.B. Venedig schon damals wegen der auf Schiffspassagen wartenden Menschen über, sodass strenge Kontrollen (Berechtigungsscheine, Gesundheitszeugnisse) durchgeführt und alle Reisenden registriert wurden. Auch die Weiterreise zu den angestrebten Zielen verlief nach festen Regeln. An diesem und an weiteren Beispielen wird deutlich, dass die Reisenden im Mittelalter keinesfalls zum Vergnügen unterwegs waren, sondern dass sie entweder religiöse Erfüllung suchten, nach Ruhm und Reichtum strebten oder auch aus Lust am Abenteuer jedes Risiko auf sich nahmen. - Ein etwas spezielles, aber interessantes Thema, für große Bestände empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

»Lebendig, spannend und erstaunlich. Hier erleben wir, was es heißt, in fremden Ländern unterwegs zu sein, damals wie heute«, schreibt John Arnold, Professor für Geschichte des Mittelalters in Cambridge, über »Reisen im Mittelalter«. Farbig und anschaulich erzählt der Historiker Anthony Bale, wie es war, im Mittelalter durch die Welt zu reisen.

Ob Pilgerinnen oder Kaufleute, Ritter, Mönche oder Spione - schon damals packte die Menschen die Leidenschaft für das Reisen. Getrieben von Fernweh und Abenteuerlust die einen, auf der Suche nach religiöser Erleuchtung oder Ruhm auf dem Kreuzzug die anderen. Für alle war die Reise lang und gefährlich, gute Vorbereitung und ein Reiseführer mit Tipps für Rast und Übernachtung und Hinweisen auf Gefahren waren unerlässlich.

Vom mittelalterlichen Ulm, damals ein Eldorado der Touristen, über Aachen und Köln führen uns die Reisen verschiedener Menschen bis nach Rom mit seinen wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Von dort geht es in das schon damals von Touristen bevölkerte Venedig und nach Rhodos, Hotspot der Kosmopoliten und Adligen. Wir erkunden Konstantinopel und die heilige Stadt Jerusalem und gelangen bis in die sagenhaften Länder der Amazonen, Riesen und Fabelwesen, nach Indien, China und Tibet, nach Persien und Äthiopien, Java und Sumatra.

Ein farbiges Panorama der mittelalterlichen Welt, wie sie von Europa aus erlebt und gesehen wurde - ein Buch wie ein Roman von Umberto Eco und die ideale Lektüre für die Sommerferien. Als hochwertige Geschenkausgabe mit Vorsatzpapier und Goldfolienveredelung.

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Personeninformation

Anthony Bale, geboren 1975, ist Historiker und Professor für Literatur des Mittelalters und der Renaissance am Birkbeck College der University of London. 2011 erhielt er den Philip Leverhulme Prize für herausragende junge Wissenschaftler. Er hat zahlreiche Bücher publiziert und war 2019 Fellow an der Harvard University. Er lebt in London.

Karin Hielscher, geboren 1969, hat an der Universität Bielefeld Geschichte, Soziologie und Literaturwissenschaften studiert und zunächst als freie Journalistin und Medienreferentin gearbeitet. Seit einigen Jahren übersetzt sie Fach- und Sachbücher mit historischem oder soziologischem Schwerpunkt aus dem Englischen, u.a. von Benjamin Carter Hett und Tim Bouverie.

Pressestimmen

Was Anthony Bale mit sichtlichem Spaß gesammelt hat, erinnert an moderne Zeitungsberichte, denen zufolge Einwohner Maßnahmen ergreifen müssen, um zivilisatorische Errungenschaften aufrechtzuerhalten. Ursula Kastler Salzburger Nachrichten 20240819
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