Der Stein fällt, wenn ich sterbe

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Sittenbild der ländlichen USA: archaisch, voll von Natur, Poesie und Gewalt.
Weit draußen im ländlichen Montana lebt Wendell Newmann, Hilfsarbeiter auf einer großen Ranch. Wendell ist jung und arm. Seine Mutter ist gestorben, sein Vater ist, nachdem er einen Wildhüter erschossen hat, verschwunden. Die Ranch, auf der er aufgewachsen ist, ist verkauft, er hat Schulden, kann sich kaum über Wasser halten. Da drückt ihm das Jugendamt einen autistischen Jungen, den siebenjährigen Rowdy, aufs Auge, denn die Mutter, Wendells Cousine, ist in Haft. Wendell möchte es zunächst nicht, aber nach und nach gewinnt er Rowdy lieb wie einen eigenen Sohn. Und da sind da noch Gillian und ihre Tochter Maddy, die Frau und die Tochter des Wildhüters, den Wendells Vater einst erschossen hatte. Gillian ist Lehrerin, verzweifelt daran, dass die Landbevölkerung ihre Kinder immer seltener zur Schule schickt, sich vom Staat (zu Recht) alleingelassen fühlt. Auch um Rowdy will sie sich mit kümmern. Zwischen dem Sohn des Mörders und der Familie des Ermordeten entwickelt sich eine Beziehung, könnte sich sogar mehr entwickeln. Aber als sich angeblich ein Wolf in die Gegend verirrt und die Farmer zur Jagd auf das Tier blasen, eskaliert ungewollt die Gewalt ... - Joe Wilkins beschreibt langsam, zärtlich und doch voller Wut das harte Leben in den ländlichen USA. Vor grandiosen Naturkulissen, die er poetisch beschreibt, entspannt er sein Panorama von verlorenen Menschen, Menschen, die vom Leben in den US-amerikanischen Städten abgehängt sind und nur zu leicht auf (republikanische) Politiker reinfallen, deren Politik dann eigentlich ihr Leben noch verschlechtert. Der Autor verurteilt die Menschen dabei nicht, er ist stets an ihrer Seite. Es gibt hier kein Gut und kein Böse, nur Menschen, die auf der Suche nach einem Stückchen Glück sind, aber sich irgendwo auf dem Weg verlaufen haben. Das Buch wird so zu einem modernen, poetischen Western, der einen mitreißt, bis hin zu seinem bitteren Ende. Ein großes Buch. Allen Büchereien wärmstens ans Herz gelegt.
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Artikelbeschreibung

Bull Mountains, Montana. Zwei Familien sind unheilvoll miteinander verbunden. Der vierundzwanzigjährige Wendell Newman hat vor kurzem seine Mutter verloren, sein Vater Verl ist seit Jahren verschwunden, nachdem er in ohnmächtiger Wut auf den verhassten Staat einen Wildhüter erschossen hatte. Eines Tages taucht unerwartet der siebenjährige Rowdy bei ihm auf. Als einziger Verwandter soll Wendell den traumatisierten Jungen in Obhut nehmen. Auch die Lehrerin Gillian und deren Tochter Maddy kümmern sich um Rowdy. Wendell ahnt nicht, dass sie die Familie des Mordopfers sind. In der Jagdsaison spitzen sich die Ereignisse zu. Wendell und Rowdy werden in die gewalttätigen Auseinandersetzungen um Land und die unpopulären Naturschutzgesetze verwickelt. Die unüberwindbaren Widersprüche zwischen staatlichen Vorschriften und den traditionellen Besitzansprüchen der Einheimischen führen zu tödlichen Missverständnissen und Selbstjustiz. Die verdrängten dunklen Geheimnisse zwischen den Familien kommen ans Licht. Joe Wilkins' Roman steht in der Tradition großer Wildwestepen. In der überwältigenden Weite der einsamen Landschaft findet ein verzweifelter Existenzkampf unter verfeindeten Familien statt, deren Gewalttaten kaum geahndet werden.

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Pressestimmen

"Eine direkte und schonungslose Darstellung der Art und Weise, wie Menschen, Land, Politik und Mythen zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts miteinander verwoben sind." (Split Rock Review)
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