Korbinian – Paul Maar-Preis für neue Talente
Bereits zum siebzehnten Mal lobt die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur den „Korbinian – Paul Maar-Preis für neue Talente“ für das Jahr 2026 aus. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro stiften der Kinderbuchautor Paul Maar und das Bayernwerk für die Kinderbuchautorinnen und ‑autoren von morgen. Die Jury hat bereits einen Autor und fünf Autorinnen mit ihren Erstlingswerken auf die Nominierungsliste gesetzt. Der Nachwuchspreis wird von Paul Maar und dem Bayernwerk seit vielen Jahren gemeinsam gestiftet.
Jona Manow erhält den Korbinian-Paul Maar-Preis 2026 für sein Buch "Spion Nr 9 und die Kunst, nicht aufzufallen".
„Jona Manow ist mit seinem Kinderromandebüt ein Plädoyer für die Einzigartigkeit von Kindern gelungen und eine Einladung öfters mal die Blickrichtung zu wechseln“, sagte die Akademiepräsidentin und führte die Jury-Entscheidung in ihrer Laudatio aus: „Mit großer Sensibilität und feinem Humor erzählt Jona Manow von Neurodiversität, ohne seine Hauptfigur auf diagnostische Kategorien zu reduzieren. Estrich ist eine eigenwillige, vielschichtige und liebenswerte Figur. Manow gelingt damit ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch die Perspektiven seiner Leserinnen und Leser erweitert. Auf eindrucksvolle Weise zeigt das Buch, dass Neurodiversität nicht als Defizit verstanden werden muss, sondern als eine besondere Gabe, die Welt wahrzunehmen. Damit bereichert Estrich die Kinderliteratur um eine Stimme, die unverwechselbar ist und lange nachhallt.“
Unter dem Vorsitz der Literaturwissenschaftlerin Dr. Jana Mikota von der Universität Siegen lasen sich die Jurorinnen und Juroren durch gut 50 eingereichte Werke aus 36 deutschsprachigen Verlagen: Stefan Eß (Sankt Michaelsbund, München), Dr. Monika Hernik-Młodzianowska (Universität Potsdam), Anne Maar (Theater Schloss Maßbach), Christine Paxmann (Eselsohr, München) und Dr. Claudia Maria Pecher (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Volkach).