Freunde

Bewegender Roman ab 14 über den Triumph von Liebe und Freundschaft in finsteren Zeiten
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Buchprofile - Rezension
Nach einem verlorenen Krieg überleben drei Kinder und ein Jugendlicher nur durch ihre Freundschaft und gegenseitige Hilfe.
Während der letzten hoffnungslosen Kriegstage sollen auch Kinder zur Verteidigung herangezogen werden. Ich-Erzähler Ren, Tuk und Nata kommen zum letzten verbleibenden Gruppenleiter Tarek, der selbst nicht mehr kämpfen, sondern überleben will. Alle vier sind schwer traumatisiert und müssen nicht nur fürs physische Überleben durch Nahrungsbeschaffung und ein sicheres Versteck sorgen, sie müssen sich auch beim Überwinden ihrer Kriegstraumata helfen. Hier verarbeitet die Autorin ihre eigenen Erfahrungen als professionelle Psychotherapeutin mit Kindern aus Kriegsgebieten. Und so entstand ein ergreifendes, an manchen Stellen auch schwer zu ertragendes Buch über die Zerstörung von Kinderseelen durch Gewalterfahrungen. Gleichzeitig macht die Geschichte der vier Kinder auch Hoffnung, wie durch Freundschaft Heilung möglich wird. Und am Ende ist es die Erkenntnis, dass auf beiden Seiten eines Krieges Menschen stehen, die sich durch Hetze in eine Gewaltspirale treiben lassen und wie diese Gewaltspirale durchbrochen werden kann. Empfehlenswert, aber bei sensiblen Kindern und Jugendlichen unbedingt mit Begleitung.
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Vera Lang empfiehlt:

Der Kampf ist bereits verloren, dennoch wird ein letztes Aufgebot an Kindern und Jugendlichen losgeschickt, darunter auch Ren, Nata, Tuk und Tarek. Letzterer soll die vier als Gruppenleiter zum Schlachtfeld führen, doch er flieht mit seiner Truppe und schlägt sich durch die zertrümmerte Stadt der Kinder. Erwachsene findet man so gut wie keine mehr, bis der Feind Einzug in die Stadt hält und nun über Nahrung und Schutz der Verbliebenen bestimmt. Die Vier werden zu weit mehr als Freunden, sie geben sich halt, finden ineinander eine neue Familie, die auch dann noch da ist, wenn die Geheimnisse und Traumata von Ren und Co. nach und nach aufkommen. Trotz all der Schwere, die sich in diesem Roman befindet, lässt Eva Kranenburg ihre Protagonisten auch Momente des Glücks erleben und schenkt damit auch denen, die die Geschichte lesen, kurze Atempausen. – Ein beeindruckender Roman, den ich Jugendlichen ab 14 Jahren, aber unbedingt auch Erwachsenen empfehle.

Vera Lang, Medienberaterin Kinder- und Jugendbuch

Artikelbeschreibung

Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.

Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt.

Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben - und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.


  • Ein zeitloses und universelles Plädoyer für Menschlichkeit
  • Ein eindrücklicher und bewegender Antikriegsroman für junge Lesende ab 13 Jahren und auch für Erwachsene
  • Ein Debütroman mit der durchschlagenden Kraft von Janne Teller
  • Ausgzeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025

Produktsicherheit

Hersteller: Fischer Sauerländer GmbH
Anschrift: Hedderichstraße 114
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Personeninformation

Eva Kranenburg arbeitete schon in jungen Jahren mit Kindern von Geflüchteten aus dem ehemaligen Jugoslawien. Später, als Psychotherapeutin, arbeitete sie mit Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Zwar ist kein einziges Detail von dem, was ihre Patienten berichtet haben, in diesem Roman zu finden, aber sicherlich ist trotzdem jeder von ihnen auf irgendeine Art mit in die Erzählung eingeflossen. Eva Kranenburg ist Absolventin der Akademie für Kindermedien, und für das Manuskript »Freunde« erhielt sie den Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung und wurde nominiert für den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025.

Pressestimmen

Das wirklich Herausragende an diesem Buch ist [...], wie es Kranenburg gelingt, diese schwere und erdrückende Kriegsgeschichte als spannenden Abenteuerrroman mit liebenswerten, runden Charakteren zu erzählen. Angela Sommersberg Kölner Stadt-Anzeiger 20260626
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