In der Wüste der Gegenwart

Ein Dialog über KI, Krieg und die Aufgabe der Intellektuellen heute
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Artikelbeschreibung

Zwei Intellektuelle unserer Gegenwart - Moshe Zuckermann, Historiker und Zeitdiagnostiker, und Florian Rötzer, Journalist und Philosoph - sprechen über das, was unsere Zeit erschüttert. Es ist ein Experiment des freien Denkens über Grenzen hinweg: zwischen Israel und Deutschland, zwischen verschiedenen Lebensgeschichten, Prägungen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam werfen sie einen hellsichtigen Blick auf die Zeitenwende: den Stand der demokratischen Kultur, das Verstummen kritischer Diskurse, das Erstarken rechter Bewegungen und die Transformation der Öffentlichkeit durch Medien und Algorithmen. Sie konstatieren, dass Wissenschaft und Kultur zunehmend als Bedrohung gelten und dass die intellektuelle Auseinandersetzung in einer Welt des kulturindustriellen Lärms kaum noch Gehör findet. Doch gerade jetzt fordern sie eine neue Rolle für den Intellektuellen: als unbequemer Außenseiter, der sich nicht vereinnahmen lässt - ähnlich den Philosophen der Antike.

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Personeninformation

Moshe Zuckermann, geboren 1949, wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte und lehrte er an der Universität Tel Aviv. Er ist emeritierter Professor für Geschichte und Philosophie. Im Westend Verlag erschien zuletzt "Fortschritt" (2024). Florian Rötzer, geboren 1953, ist freier Autor und Publizist. Er war Mitgründer von Telepolis und gibt heute das Online-Magazin Overton mit heraus. Bei Westend erschien zuletzt "Sein und Wohnen" (2020).
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