Unter den Wellen

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Buchprofile - Rezension
Ein rührendes, tiefgehendes Bilderbuch zum Thema Behinderung.
Die Geschichte beginnt damit, dass ein blonder Junge sich vom Strand aus voller Freude in die Wellen stürzt. In einiger Entfernung sieht er einen anderen Jungen, der doch tatsächlich in einem Schwimmring im Wasser treibt. "Kannst du denn nicht schwimmen?", "Nein", antwortet der Junge. Ganz rot wird er dabei. Der blonde Junge kann offensichtlich nichts mit ihm anfangen und schwimmt zum Strand zurück. Traurig sieht ihm der andere nach. Dann streckt er die Arme hoch, rutscht aus dem Ring und taucht als kleiner Fisch unter den Wellen weit in die Tiefe, bis er zu einem Schiffswrack kommt, wo er einen Schatz findet. Inzwischen merkt seine Mutter, dass ihr Sohn außer Sicht ist. Voller Panik rennt sie ins Wasser und findet nur den leeren Schwimmring vor. Glücklicherweise taucht ihr Junge prustend wieder auf und schenkt ihr eine Perlenkette. Der blonde Junge, der mit anderen Kindern mittlerweile am Strand spielt, beobachtet, wie die Mutter ihr Kind aus dem Wasser zum Strand trägt und bemerkt erst jetzt den Rollstuhl neben den Strandlaken. Einen Moment steht er ganz betroffen still (genauso geht es dem Leser!). Dann geht er zu dem behinderten Jungen hin und man ahnt, dass dies der Beginn einer Freundschaft ist. - Es ist ein großes Verdienst des Autorenteams, diese berührende, fantasievolle Geschichte fast ganz ohne Worte in eindrücklichen Bildern zu schildern, die umso mehr zum Deuten, Erzählen und Mitfühlen anregen. Sehr empfehlenswert.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Extrablatt empfiehlt:

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Alles scheint leicht und unbeschwert, die malerischen Bilder sind warm und freundlich. Doch ganz so einfach ist es nicht: Max, der mit seinem Schwimmreifen auf dem Meer treibt, kann aufgrund seiner Lähmung nicht schwimmen. Meritxell Martí und Xavier Salomó lassen offen, warum er sich aus seinem Schwimmreifen in die Tiefen des Meeres gleiten lässt. Ist es Spiel, Abenteuerlust oder Resignation, die den Jungen dazu bringen, den sicheren Reifen loszulassen? Ein Bilderbuch mit Tiefgang!

Artikelbeschreibung

Ein Strand, zwei Kinder und was sich unter den Wellen verbirgt Diese scheinbar einfache Geschichte einer zufälligen Begegnung zweier Kinder am Meer hat ebenso viel Tiefgang wie der Tauchgang des kleinen Jungen Marc. Da niemand mit ihm spielen möchte, taucht Marc in eine Fantasiewelt ab und sucht in den Tiefen des Ozeans nach verborgenen Schätzen. Erst als Marc wieder an Land ist, bemerkt der andere kleine Junge, der zuvor nicht mit Marc spielen wollte, weil der nur in seinem Schwimmring auf dem Wasser herumtrieb, dass Marc gelähmt ist und einen Rollstuhl braucht, und bereut sein Verhalten. Auf seine Weise taucht also auch er in die Tiefe und entdeckt in sich Menschlichkeit und Mitgefühl, die das Leben so wunderbar machen wie ein Tag am Strand. >>Eine herzerwärmende Kindergeschichte zum Thema Inklusion >>Wozu sind wir fähig und was ist wirklich wichtig im Leben?

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Personeninformation

Martí, Meritxell
Meritxell Martí hat einen Abschluss in Geisteswissenschaften und einen Titel in klassischer und moderner Musik und hat über Kunst im Internet promoviert. Sie ist seit 10 Jahren Professorin für Kunst, Kino und Literatur an der UOC in Barcelona. Salomó, Xavier
Xavier Salomó hat einen Abschluss in Zeichnen und Illustration von der Massana-Schule in Barcelona, wo er den Final Extraordinary Career Prize in der Kategorie Gravur erhielt. Er war zweimal Gewinner des Junceda-Preises, der vom Berufsverband der Illustratoren Kataloniens verliehen wird.
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