Der Vogelschorsch

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Buchprofile - Rezension
Ein sehr einfühlsamer Text über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und das Abschiednehmen.
Lena erzählt rückblickend mit einem Abstand von einigen Jahrzehnten die Ereignisse zweier Sommer. Sie begegnet dem Vogelschorsch das erste Mal in den Sommerferien, als sie 14 ist. Sie ist viel mit ihren Freunden Max und Lukas unterwegs. Dieser Sommer ist geprägt von der beginnenden Freundschaft Lenas zu dem 17-jährigen Georg, wie der Vogelschorsch eigentlich heißt, auf der einen Seite und Max und Lukas auf der anderen. Der Vogelschorsch, der eine besondere Beziehung zu Vögeln hat, ist anders als die anderen, das bemerkt Lena sofort. Nach und nach entdeckt sie die zum Teil verstörenden Geheimnisse um Georg. Zu allem Überfluss fängt es auch an, in der Ehe von Lenas Eltern zu kriseln. So geht der Sommer vorbei und im Herbst verschwindet der Vogelschorsch - wie die Zugvögel. Schnell wird es März und er ist wieder da. Georgs Vater stirbt und Georg kommt zu seiner Oma. Vielleicht wird nun alles wieder gut? Doch nun melden sich unbekannte Gefühle in Lena - die Liebe. Sie weiß sich nicht zwischen Max und Lukas zu entscheiden. Und dann ist da noch Simone. Wer ist auf wen eifersüchtig? In dem ganzen Gefühlschaos platzt die Bombe, dass sich Lenas Eltern endgültig trennen wollen und Lena mit der Mutter in die Stadt ziehen soll. Nun denkt sie, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann. - Ein einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden und die Entdeckung der Liebe. Viele Geheimnisse werden gelüftet und bewahrt oder ausgeplaudert. Die Protagonisten verhalten sich so, wie pubertierende Jugendliche sich verhalten. Die Beschreibung des Gefühlschaos ist entsprechend, die Lesenden können sich leicht darin wiederfinden. Lena wird gegenüber Georg als sehr emphatisch geschildert. Sie merkt, dass er spezielle Aufmerksamkeit braucht. Gegen Max und Lukas tritt sie wesentlich egoistischer auf. Die unscharfen Schwarz-Weiß-Zeichnungen unterstreichen die Atmosphäre des Buches. - Ein besonderes Buch, sehr gerne empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Eine Geschichte über den Tod und die Liebe, die Last zerrütteter Elternhäuser, über Freundschaft und die Suche nach bedingungsloser Loyalität und Verbundenheit. Lena (14) sieht den Vogelschorsch (17) zum ersten Mal, als es Fische regnet. Ihr ist sofort klar, dass er anders ist als alle anderen Menschen. Von nun an teilt Lena ihre Zeit zwischen dem Vogelschorsch und ihren beiden alten Freunden Max und Lukas auf, was zu einem heiklen Balanceakt gerät. Ins Schwanken gerät alles, als sie sich verliebt, und zu allem Überfluss der Haussegen zwischen ihren Eltern schief hängt. Dann aber entdeckt sie das dunkle Geheimnis des Vogelschorsch; kurz darauf verschwindet seine Mutter spurlos. Und als Lena und der Vogelschorsch im Wald erschossene Vögel finden, geht in ihrer beider Leben etwas unwiederbringlich kaputt ... Die träumerisch schönen Bilder von Ulrike Möltgen fangen die Atmosphäre der Geschichte aufs Eindringlichste ein. Manche Menschen überfallen einen wie ein heftiger Sturm, andere Menschen wehen sanft wie eine Wolke in ein Leben - die besonderen unter den Menschen suchen einen wie ein warmer Mairegen Tropfen für Tropfen heim ... Sie graben sich wie kunstvolle Gravuren unauslöschlich in unser Gedächtnis. Solche Menschen vergisst man sein ganzes Leben nicht. So ein herausragender Mensch war für mich der Vogelschorsch.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Wirlinger, Hannes
Hannes Wirlinger, Jahrgang 1970, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaften. Seit 2003 ist er freier Drehbuchautor und Schriftsteller in Wien und verfasste zahlreiche Fernsehkrimis für die Serie SOKO Kitzbühel. In letzter Zeit widmet er sich verstärkt Texten für Kinder und Jugendlichen. Er liebt das Leben und ist neugierig, was es für ihn noch alles bereithält. Möltgen, Ulrike
Ulrike Möltgen, geboren 1973 in Wuppertal, studierte Kommunikationsdesign bei Wolf Erlbruch. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen, ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in Ausstellungen gezeigt. Bekannt wurde Ulrike Möltgen insbesondere durch Der Mondbär, zuletzt erschien von ihr in der Insel-Bücherei Der kleine Häwelmann und Das Geschenk der Weisen. Sie lebt mit ihrem Sohn in Wuppertal.,
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