Göttliches fühlen

Emotionales Erleben als Weg zum Glück
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Buchprofile - Rezension
Zahlreiche Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, Emotionen verstärkt zuzulassen.
"Lasst Emotionen zu!" ruft der Autor, der Germanistik, Musik und Geschichte studierte, dann evangelischer Pfarrer wurde und jetzt Leiter des Evangelischen Bildungswerkes in München ist und sich ehrenamtlich um Obdachlose kümmert, dem Leser zu, denn das ist der Weg zum Glück. Was wir brauchen, aber zu wenig zulassen, ist ein emotionales Erleben, das oft nur darin besteht, andere zu berühren und sich selbst berühren zu lassen, und in der Sehnsucht nach Liebe ein Ziel hat. Wer mit dem Göttlichen rechnet, der wird es auch bei vielen Gelegenheiten erleben, die auf etwas Höheres hinweisen, wie der Autor an zahlreichen Beispielen zeigt: von der Geburt eines Kindes über die erste Liebe, die Hochzeit, den Urlaub, Aufenthalte am Meer oder im Gebirge, in Werken der Kunst, der Literatur oder der Musik, bis zu Krankheit, dem Lebensrückblick und dem Sterben. Dazu bringt er Erfahrungsberichte, literarische Texte und eigene Erlebnisse. So macht das Buch Mut, Gefühle stärker zuzulassen, denn es tut nicht nur sich und anderen gut, sondern es ist auch ein "Weg zum Glück". Breit empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Der Sinnsuche-Ratgeber für alle, die sich einen neuen Zugang zu christlicher Spiritualität wünschen. Ein inspirierender Ansatz, die emotionale Seite des Glaubens zu entdecken.Manchmal sind wir im Innersten von etwas bewegt, was sich uns oftmals nicht sofort erschließt. Wer gerührt ist, verliert die Macht über seine Emotionen. Oft sind solche Momente mit Scham verbunden: Trauernde entschuldigen sich für ihre Tränen am Grab, Hochzeitspaare kämpfen vor dem Altar gegen den Ausbruch der Gefühle an. Dabei vergibt man sich so viel, wenn man sich dem Bewegtsein, der Rührung verweigert und sie unterdrückt statt sie zu akzeptieren, ja sogar zu suchen. Theologe Felix Leibrock ist sicher: Auch in unserer Spiritualität braucht es eine größere Offenheit für emotionale Nähe.Jesus war ein Berührer. Er umarmte viele Menschen, denen er begegnete, gab Aussätzigen die Hand, segnete die, die am Rande der Gesellschaft lebten. Seine Worte bewegen Menschen tief im Herzen. Und weil er um die heilende Bedeutung der Berührungen weiß, lässt er sich auch selbst berühren.'Manchmal ist es so, als würde ein Spalt zum Tor des Paradieses kurz offenstehen. Wir lauschen, schnuppern, tasten uns hinein ... Hat uns da für einen Augenblick das Göttliche selbst berührt?'Felix Leibrock

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