Rebellion hinter der Mauer

Band 16
Der Osten, der Westen und wir
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Buchprofile - Rezension
In Halle an der Saale lehnen sich in den 1980er-Jahren vier unangepasste Jugendliche gegen die Verhältnisse in der DDR auf und beantragen ihre Ausreise in den Westen.
Raik, sein jüngerer Bruder Andreas und seine Freunde Dirk und Heiko wachsen Anfang der 1980er-Jahre als unangepasste Jugendliche in der trostlosen und heruntergekommenen Stadt Halle an der Saale auf. Als Heavy-Metal-Fans träumen sie von Reisen ohne Beschränkungen und einem besseren Leben im Westen. Immer wieder gibt es Konflikte mit Vorgesetzten in der Schule und der sich anschließenden Lehre sowie mit der Polizei. Die Probleme und Repressionen eskalieren, als Raik Ende 1984 einen Ausreiseantrag in die BRD stellt und Heiko einige Monate später seinen Einberufungsbefehl zum Dienst in der Nationalen Volksarmee erhält. Immer wieder werden die Jugendlichen von den Staatsorganen der DDR eingeschüchtert und drangsaliert. Raiks Ausreiseantrag wird 1986 stattgegeben, doch ein geplantes Treffen mit seinem Freund Dirk in der Tschechoslowakei bringt den Zurückgebliebenen, die nach und nach auch ausreisen wollen, neuen Ärger. Erst als sich die Protestbewegung im Frühjahr 1989 langsam etabliert, erhalten die anderen jungen Ausreisewilligen, vom DDR-Staat als potenzielle Störer eingestuft, die Erlaubnis zur Ausreise. – Die autobiografische Graphic Novel, die von zwei der damaligen Jugendfreunde verfasst und gezeichnet wurde, bietet in den einzelnen Episoden exemplarisch ein schonungsloses Bild von den gleichermaßen subtilen wie aggressiven Repressionsmethoden gegen vermeintliche Staatsfeinde. Als wichtiges Buch gegen eine nostalgische Verklärung des DDR-Unrechtstaates sollte es möglichst überall angeboten werden.
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Artikelbeschreibung

Eine Graphic Novel über rebellische Jugendliche in der DDR

Dirk, Heiko, Raik und Andreas wachsen in Halle (Saale) auf, einer von Verfall und Umweltverschmutzung gezeichneten Stadt. Schon als Schüler reiben sie sich Ende der 1970er-Jahre an den Verhältnissen in der DDR, lehnen sich auf gegen Indoktrinierung und Willkür. Nachdem sie die Wahlen boykottiert und den Wehrdienst verweigert haben, sehen sie die einzige Perspektive darin, ihre »ständige Ausreise« zu beantragen. 
Was sie später im Revolutionsjahr 1989, kurz vor dem Mauerfall, in West-Berlin erleben werden, wird in der 2018 erschienenen, ebenfalls autobiografischen Graphic Novel »Todesstreifen« erzählt.

In Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer


Produktsicherheit

Hersteller: Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Anschrift: Prinzenstr. 85
DE-10969 Berlin
Kontakt: produktsicherheit@aufbau-verlage.de

Personeninformation

Raik Adam, Jahrgang 1964, in Halle (Saale) in einem protestantischen Elternhaus aufgewachsen, Sattlerlehre, 1984 Ausreiseantrag, 1986 Übersiedlung nach West-Berlin, legte 1989 sein Abitur an einer Schule für Erwachsenenbildung in Berlin-Kreuzberg ab. Seitdem ist er Globetrotter und unternehmerisch tätig.

Dirk Mecklenbeck, Jahrgang 1966, in Halle (Saale) aufgewachsen, Tischlerlehre, 1986 Ausreiseantrag, im April 1989 Übersiedlung nach West-Berlin. 1989 war er wie Raik Adam einer der Aktivisten, die 1989 mit Aktionen gegen die Berliner Mauer in Erscheinung traten. Seit 2002 lebt er als freischaffender Künstler in Berlin-Kreuzberg und -Neukölln.

Pressestimmen

»Ein sehr spannendes Zeitdokument.« Märkische Oderzeitung 20240301
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