Ein stummer Hund will ich nicht sein

Der Apfelpfarrer Korbinian Aigner - Ein Porträt
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Bayern im Buch-Rezension
Biografie des Pfarrers Korbinian Aigner (1895-1966).
Der Bauernsohn Korbinian Aigner aus einem kleinen Dorf zwischen Landshut und Freising entschied sich gegen das Hoferbe und für die Priesterlaufbahn. Schon als junger Mann war er ein begeisterter Obstbaumzüchter, so dass er im Priesterseminar mehr als Pomologe denn als Theologe beurteilt wurde. Nach dem missglückten Attentat von Georg Elser auf Adolf Hitler am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller wurde Agner wegen einer kritischen Aussage im Religionsunterricht denunziert und verurteilt. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er im sogenannten Priesterblock im Konzentrationslager Dachau interniert unweit seiner Pfarrei Hohenbercha. Im KZ leistete er Zwangsarbeit in der Landwirtschaft und es gelang ihm auch dort, weiter neue Apfelsorten zu züchten. Die Sorte KZ-3 wurde zu seinem 100. Geburtstag nach ihm als Korbiniansapfel benannt. Nach dem Krieg kehrte Aigner auf seine Pfarrstelle zurück. Er malte hunderte von faszinierenden Bildern von Apfelsorten, die bis heute im Archiv der TU München aufbewahrt werden und auf der Documenta 13 als Kunstinstallation zu sehen waren. 2025 wurde ein Film über Leben und Werk des "Apfelpfarrers" gedreht und das vorliegende Begleitbuch dazu verfasst. Üppig mehrfarbig bebildert und mit vielen persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen angereichert entsteht ein überaus lebendiges Porträt eines ungewöhnlichen Menschen. Gerne empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Kann man als Häftling im KZ neue Apfelsorten ziehen? Ja. Man kann, wenn man Korbinian Aigner (1885-1966) heißt. Zweitens: Kann man aus Versehen weltberühmt werden? Ja. Man kann, wenn man Korbinian Aigner heißt. Und Pfarrer war, der sich in einem kleinen Dorf in der Kirche und im Religionsunterricht gegen die Nationalsozialisten gewandt hat, wofür sie ihn erst ins Gefängnis, dann ins Konzentrationslager Dachau gesperrt haben. Weil seine Liebe außer der Gemeindeauch den Obstbäumen gehörte, gelang ihm, was im Grunde gar nicht zu glauben ist: im KZ neue Apfelsorten - »KZ 1«, »KZ 2«, »KZ 3«, »KZ 4« - zu ziehen. Aus vielen Apfelkernen waren rund 120 Sämlinge entstanden, die Aigner, kein kleineres Wunder, von der SS unbemerkt aus dem Lager schmuggeln ließ. Seit wann und von woher rührt Korbinian Aigners »Liebe zum Apfel«? Und warum wollte er, der als ältestes von elf Kindern das Erbe eines stattlichen Großbauernhofs antreten sollte,Pfarrer werden? Gerd Holzheimer entwickelt in diesem Band ein Gesamtbild der Persönlichkeit Aigners sowie von Widerstand und Überleben in dunkler Zeit.

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Personeninformation

Gerd Holzheimer, Verfasser von über dreißig Büchern, Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Literarischer Herbst im Fünfseenland und Herausgeberder Zeitschrift Literatur in Bayern. Als literarischerLandvermesser leitet er literarische Exkursionen weltweit, vom Amazonas bis Kalifornien, in Indien und in seiner Heimat an der Würm. Er ist Kurator verschiedener Ausstellungen, arbeitet an Filmen mit und hält Vorträge zu kulturhistorischen Themen.
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