Kafka in München

Zwischen Leuchten und Finsternis
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Bayern im Buch-Rezension
Kafkas Lebensweg anhand markanter existenzieller und lokaler Stationen - u.a. auch München.
Kafka war nur dreimal in München, hat dabei aber tiefgreifende Erfahrungen gemacht. Am schlimmsten war eine Lesung seiner Erzählung "Die Strafkolonie", die im Desaster endete. Der Autor, studierter Pädagoge, Psychologe und Philosoph leuchtet die Persönlichkeit eines der bedeutendsten Literaten Anfang des 20. Jh. mit großer Sensibilität aus. Das Buch ist weder eine Biographie noch eine Monographie zu einem Spezialthema. Vielmehr kommt der in sich mehrfach zerrissene Charakter Kafkas im Spiegel seiner Beziehungen und seines Werkes zum Vorschein. Selbst wenn man mit dem Prager Autor und seinem Werk vertraut zu sein scheint, erfährt man Überraschendes und kann nachspüren, in welchen Dilemmata, Krisen und Sackgassen der Dichter steckte. Kein Wunder, dass er bereits im 41. Lebensjahr starb; seine Lungenerkrankung erscheint wie ein körperlicher Ausdruck jahrzehntelangen Leidens und der Überforderung mit diesem Leben, die er in vielfältiger Weise literarisch verarbeitete. Das Buch zeichnet seinen Lebensweg, ohne chronologische Vollständigkeit anzustreben, anhand markanter existenzieller und lokaler Stationen nach - München ist eine davon. Besonders breiten Raum nimmt die Lyrik ein - ein bisher völlig unterbelichteter Untersuchungsbereich. Schweiggert bereichert die Kafkaforschung mit diesem durch viele Originalbilder und Primärquellen angereicherten Buch, das auch ästhetisch überzeugt. Es bereichert den Germanisten ebenso wie jeden, der Kafkas Werk schätzt und dessen Versuch, das Leben zu bewältigen, mitfühlt.
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Artikelbeschreibung

Franz Kafka, der Prager Schriftsteller, hielt sich zwischen 1903 und 1916 dreimal in München auf. 1903 beabsichtigte er, an der Münchner Universität zu studieren. 1908 erschien in München Kafkas erste Veröffentlichung. 1911 unternahm er mit seinem Freund Max Brod anlässlich eines Kurzaufenthalts eine nächtliche Blitztour durch die Stadt an der Isar. 1916 trug er, der nur zweimal vor Publikum auftrat, in der Galerie Goltz eine nach eigenen Worten »schmutzige Geschichte« vor. Die Lesung wurde, so Kafka, ebenso »ein grandioser Misserfolg« wie das Treffen mit seiner Verlobten Felice Bauer.Alfons Schweiggert schildert alle, vielfach überraschenden Beziehungen Kafkas zur Landeshauptsadt und zeigt auf, wie die Münchner Kurzaufenthalte Eingang in das Werk des berühmten Dichters fanden. Dabei kommen nicht nur Kafkas Plan für einen Billig-Reiseführer und seine Geistesfreundschaft mit dem Tragikomiker Karl Valentin zur Sprache, sondern auch die Kontakte zu Schriftstellerkollegen wie Rainer Maria Rilke und die Legende von seinem in München geborenen und gestorbenen Sohn.

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Personeninformation

Alfons Schweiggert veröffentlichte vielbeachtete Bücher über König Ludwig II., u._a. »Ludwig II. und die Frauen« (2016), »Bayerns unglücklichster König. Otto I., der Bruder Ludwigs II.« (2015), »Der Mann, der mit Ludwig II. starb. Dr. Bernhard von Gudden, Gutachter des bayerischen Königs« (2014) mit zwei erfolgreichen Ausstellungen in Benediktbeuern, »Ludwig II. Die letzten Tage des Königs von Bayern« (2014), »Edgar Allan Poe und Ludwig II. Anatomie einer Geistesfreundschaft« (2008). Von 1993 bis 2010 war Schweiggert am Staatsinstitut ISB, München, als Institutsrektor tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, etwa1995 den Bayerischen Poetentaler. Schweiggert ist außerdem Präsidiumsmitglied der Autorenvereinigung »Münchner Turmschreiber«
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