Joseph Stieler

Der königlich-bayerische Hofmaler
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Bayern im Buch-Rezension
Bildbiographie des königlich bayerischen Hofmalers (1781-1858).
Er war DER Porträtist und künstlerische Chronist seiner Zeit, und die von König Ludwig I. (1786-1868) in Auftrag gegebene Gemäldeserie der "Sammlung schöner Köpfe...", die Schönheitengalerie, machte ihn berühmt. In diesem reich illustrierten Streifzug durch Werk und Leben des klassizistischen Malers steht sie deshalb, neben Porträts Gelehrter und Künstler wie J. W. v. Goethe, Alexander v. Humboldt oder Ludwig van Beethoven, in herrlich großformatigen Abbildungen und mit den Geschichten dahinter, im Mittelpunkt der Betrachtung. Dieser Spaziergang durch seine Bilderwelt zeigt, wie er das Genre der Porträtmalerei zur Perfektion geführt hat: durch höchste malerische Fähigkeiten, eine virtuose Detailbesessenheit, z.B. in der Genauigkeit des Stofflichen, und durch die psychologisch vortreffliche Kompetenz in der Darstellung des Porträtierten. Der zweite Teil des Bandes widmet sich in thematischen Essays dem beruflichen, wie privaten Lebenskontext und nicht zuletzt der Rezeption Joseph Stielers. Er wird von Interviews - mit Nachfahrinnen des Künstlers, mit Herzog Max in Bayern und Kunsthistorikern facettenreich vertieft. Diese Bildmonografie ist - auch in ihrer Ausstattung- eine besonders gelungene Hommage, die man nur allzu gerne zur Hand nimmt!
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Er war der künstlerische Chronist seiner Zeit und die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gemäldeserie der „Schönheiten-Galerie“ machte ihn berühmt. Sie steht deshalb in herrlich großformatigen Abbildungen und mit den Geschichten dahinter im Mittelpunkt der Betrachtung. Stieler hat das Genre der Porträtmalerei zur Perfektion geführt: durch höchste malerische Fähigkeiten, durch virtuose Detailbesessenheit und durch vortreffliche, psychologische Kompetenz in der Darstellung. Ein Buch zum Schwelgen!

Artikelbeschreibung

Wer an Ludwig van Beethoven denkt, hat sein Bild vor Augen, wer an Johann Wolfgang von Goethe denkt, ebenso. Beide Porträts sind weltberühmte Gemälde von Joseph C. Stieler. Doch wer war der Maler, der so exzellent den Pinsel zu führen verstand, dass ihn der bayerische König Max I. Joseph 1820 sogar zum Hofmaler ernannte? Der aus Mainz stammende Stieler schuf Porträts, die in ihrer Qualität und Ausdrucksstärke ihresgleichen suchen. Seine Handschrift ist unverkennbar, seine Zeitgenossen feierten ihn als Künstler-Star. Umso erstaunlicher, dass sein Leben bis auf ein umfangreiches Werkverzeichnis bislang noch keine Würdigung fand. Sonja Still legt jetzt ein wundervoll bebildertes Buch zum königlich-bayerischen Hofmaler vor. Von der berühmten sogenannten Schönheiten-Galerie bis zu unbekannten Gemälden präsentiert sie exemplarische Ausschnitte seines umfangreichen künstlerischen Wirkens. Gleichzeitig gewährt sie Einblicke in seine Vita, zeigt den rastlos zwischen Paris, Warschau, München, Moskau und Weimar Reisenden, der sich aber nur am Tegernsee daheim fühlte. Sein dortiges Sommerhaus, das heutige Stieler-Haus, war und ist Anziehungspunkt einer lebendigen, kreativen Salonkultur in dieser Region.

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