Hundertsiebenundachtzig Tage

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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Buch des Monats empfiehlt:

Einhundertsiebenundachtzig Tage hat der Ich-Erzähler das Haus nicht mehr verlassen. Eindringlich werden seine Angst und Panik in tagebuchartigen Szenen geschildert, zugleich werden auch die Sorgen und das Verhalten der Eltern reflektiert. Erst am Ende deutet sich eine Eco-Anxiety an, denn die ständigen Nachrichten zu Klima- und Umweltkatastrophen und das Gefühl der Machtlosigkeit führten zu der Erkrankung. Ein erschütternder Roman, der auch von den Sorgen einer Generation erzählt.

Vera Lang empfiehlt:

Der 14. Mai soll ein Neuanfang für den namenlosen Ich-Erzähler in Ludovic Lecomtes Jugendbuch werden. Nach hundertsiebenundachtzig Tagen selbsterlegten Hausarrests will er erstmals einen Fuß nach draußen in die Welt setzen und endlich ein Zurück in ein normales Leben schaffen. Das war für ihn die letzten Monate nicht möglich, denn allein der Gedanke daran, das Haus zu verlassen, führte zu Panikattacken. Mit Hilfe seiner Therapeutin und Online-Freundin Manon soll dieser Tag zur Wende werden. – Zart, poetisch, und voller Kraft lässt Ludovic Lecomte seinen Helden zu Wort kommen und schenkt Lesenden ab 14 Jahren ein besonderes Leseerlebnis.

Vera Lang, Buchberaterin Kinder- und Jugendbuch

Artikelbeschreibung

Angst vor dem Morgen und davor, dass es kein Morgen geben wird»Die Hand an die Türklinke legen, die Tür aufmachendie Schwelle überschreitenden Garten durchquerendurch das kleine Tor gehenauf die Straße treten ...Dann werde ich es geschafft haben.Ich werde draußen gewesen sein,werde ein paar Meter zurückgelegt haben.Zum ersten Malseit sechs Monaten.«- Auszug aus dem Buch "187 Tage" von Ludovic LecomteEin starker Roman über ein sensibles Thema: Was ist, wenn man der Welt nicht mehr begegnen will, nicht mehr kann, aber gar nicht weiß, wie das plötzlich gekommen ist? Dem 16-jährigen Ich-Erzähler ergeht es so, und er spürt alle Augen auf sich. Seine Eltern, seine besten Freunde, seine Therapeutin - sie warten. Darauf, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes, »normales« Leben macht. Nur eine Laune? Depressionen? Oder simuliert der Teenager, um nicht in die Schule zu müssen? Der junge Erzähler muss sich vielen Fragen stellen, aber seine eigenen sind die drängendsten. »Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?« Stück für Stück findet er Hilfe und Antworten.

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Personeninformation

Ludovic Lecomte ist Grundschullehrer und Autor. Gerade befindet er sich in einem einjährigen Sabbatical und konzentriert sich vollständig aufs Schreiben. Er lebt im idyllischen Sablons sur Huisne in der Normandie. Nach einer Reihe an Kinderromanen ist "Hundertsiebenundachtzig Tage" sein erstes Buch für Jugendliche. Nadine Püschel studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und Lebensart in Lyon, Istanbul, London und Toronto. Heute lebt sie in Berlin und übersetzt seit 2008 Kinder- und Jugendliteratur sowie audiovisuelle Medien aus dem Englischen, Französischen und Türkischen. Zudem leitet sie Übersetzungsworkshops an Universitäten und Schulen.

Pressestimmen

Ludovic Lecomte versetzt uns in die Lage eines Teenagers in großer Not. (...) Die kurzen, rhythmischen Sätze beschreiben sein rasendes Herz, die Schmerzen in seinem Bauch, die Angst, die ihn erfasst. Libération
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